Mittwoch 28.10.26, 18:39 Uhr
Tiere im Nationalsozialismus

Blondi, Kamerad Pferd und die „Menschentiere“


In einem Vortrag mit anschließender Diskussion geht es am 3. November in der Evangelischen Stadtakadamie um das Thema „Tiere im Nationalsozialismus“. Anhand ausgewählter Tierarten zeigt Jan Mohnhaupt, wie eng die NS-Ideologie auch mit vermeintlich unpolitischen Aspekten des Alltags verwoben war.


»Die Geschichte der Tiere im „Dritten Reich“ ist bislang noch wenig erforscht«, heisst es in der Veranstaltungsankündigung. »Dabei waren sie in vielen Bereichen bedeutend: In der Ideologie und Landwirtschaft, im Krieg und im Schulwesen. Ob Kartoffelkäfer als Biowaffe oder Schweine zur „Volkserziehung“ – Tiere wurden von den Nationalsozialisten auf vielfache Weise vereinnahmt. Die Hundezucht diente ihnen als Vorbild für ihren Rassenwahn; ohne Pferde wäre der Ostfeldzug gar nicht erst in Gang gekommen; und der Rothirsch sollte den Mythos vom „Deutschen Wald“ stützen.«

Jan Mohnhaupt, geboren 1983, wuchs in Bochum auf, studierte Geografie und Geschichte in Berlin und Wien und befasst sich publizistisch seit Jahren mit Mensch-Tier-Beziehungen. Mohnhaupt veröffentlichte die Bücher „Tiere im Nationalsozialismus“ (2020) und „Der Zoo der Anderen“ (2017). Beide wurden in mehrere Sprachen übersetzt. 2024 erschien im Hanser Verlag sein Buch „Von Spinnen und Menschen. Eine verwobene Beziehung“.


Wann: 03.11.2026, 18:30 – 20:00 Uhr
Wo: Evangelische Stadtakademie, Westring 26 c, 44787 Bochum
Kosten: 5,- €, erm. 3.00 €
Alle, die studieren oder Grundsicherung beziehen, haben freien Eintritt.

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