Montag 26.10.26, 17:49 Uhr
Gedenkort Bochum-Bergen

Eröffnung eines Museums zur Geschichte des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers



Am Samstag, dem 31.10., wird in der ehemaligen Kommandantur des Zwangsarbeiterlagers in der Bergener Straße ein Museum eröffnet, um 10 Uhr für geladene Gäste, ab 12.00 dann mit Zutritt für alle Interessierten. Zur Eröffnung des Museums in der Bergener Straße schreibt das Bündnis gegen Rechts:

«Vor mehr als 4 Jahren haben wir begonnen, die Geschichte des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers in der Bergener Straße genauer zu untersuchen. Wir haben eigene Recherchen begonnen (u.a. ITS Arolsen, montandok/Bergbau-Museum etc).

Mit von uns angebotenen Führungen über das Gelände in Kooperation mit der VHS, und zu den komplett erhaltenen Gebäuden (heute teilweise noch privat bewohnt), ist es gelungen, die Existenz des ehemaligen Lagers in Bochum wieder bekannt zu machen. Das Stadtarchiv bekam durch Beschluss des Rates den Auftrag, für das Gelände ein pädagogisches Konzept über Zwangsarbeit im Ruhrbergbau zu entwickeln. Mit unseren Anträgen an den Rat der Stadt und an den Kulturausschuss haben wir erreicht, dass im Eingangsbereich des Geländes eine Gedenktafel aufgestellt wurde. Von uns wurde wiederholt vorgeschlagen, die vorhandenen Gebäude für eine Ausstellung über Zwangsarbeit zu nutzen und einen Raum für einen „Bürgertreff“ herzurichten.

Die Initiative „Gedenkort Bochum-Bergen“ hat vor kurzem ein eigenes Buch herausgegeben („Als die Holzschuhe zerbrachen, ging ich barfuß.“). Darin wird präzise beschrieben, unter welchen Bedingungen die Zwangsarbeiter im Lager festgehalten wurden und wie die Arbeitsbedingungen über und unter Tage tatsächlich waren. Der Krupp-Konzern, Eigentümer und Betreiber der Zeche „Constantin der Große“, war verantwortlich für die Drangsalierung und die Ausbeutung der deportierten Menschen aus den von der Wehrmacht überfallenen Länder.

Am 31.10. wird nun dieses Museum in der ehemaligen Kommandantur mit einer Ausstellung eröffnet, zunächst ab 10.00 für geladene Gäste, ab 12.00 dann mit Zutritt für alle Interessierten. Wir werden da sein, mit Infomaterial und dem o.a. Buch. Wir sind gut vorbereitet, über Zwangsarbeit in Bochum zwischen 1939 und 1945 zu informieren, die interaktive Karte vom Bündnis gegen Rechts über 192 nachgewiesene Lager kann eingesehen werden. Durch ehrenamtliches Engagement ist im Moment geregelt, dass das Museum 1x im Monat geöffnet ist. Vom Bündnis gegen Rechts wird es Unterstützung dafür geben, die Öffnungszeiten abzusichern und noch zu erweitern.»

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