
ver.di Betriebs- und Personalräte beraten sich zu Auswirkungen der Sparmaßnahmen für die Beschäftigten und die Bürgerinnen und Bürger.
»Anlässlich der Haushaltseinbringung und Vorstellung des Haushaltssicherungskonzepts in der Ratssitzung am 01.10.2026 treffen sich die ver.di Betriebs- und Personalräte im Konzern Stadt Bochum, um gemeinsam auf die vorgelegten Sparmaßnahmen zu blicken. Dazu gehören beim Auftakt Interessenvertretungen der Stadtverwaltung Bochum, der BOGESTRA, der Stadtwerke Bochum, des USB sowie der VBW.
„Die dramatische Haushaltssituation ist auf die strukturelle Unterfinanzierung der Kommunen zurückzuführen. Wenn allein mit der Bewältigung von Pflichtaufgaben immer neue Rekorddefizite angehäuft werden, dann läuft etwas massiv falsch“, darin sind sich alle Teilnehmer einig.
„Wir können unsere Forderung in Richtung von Bund und Land nur noch einmal unterstreichen, endlich für eine auskömmliche Finanzierung unserer Kommunen zu sorgen“.
„Jetzt müssen wir mit allen Akteuren der betrieblichen Interessenvertretung gemeinsam an einem Tisch sitzen, um die Situation ganzheitlich für uns zu bewerten“ betont Bernd Dreisbusch, Bezirksgeschäftsführer ver.di. „Wir wissen um den Wert eines funktionierenden öffentlichen Dienstes, gerade in Zeiten wie diesen, in denen die Demokratie unseres Landes auf dem Prüfstand steht. Wir dürfen uns keinen Kahlschlag in Bochum erlauben“.
„Unsere Kolleginnen und Kollegen in den kommunalen Betrieben und Dienststellen sorgen tagtäglich mit Ihrer Arbeit dafür, dass es vor Ort läuft. Sie sind diejenigen, die uns im öffentlichen Personennahverkehr von A nach B bringen, die dafür sorgen, dass die Energiewende gelingt, im Notfall mit der Feuerwehr oder im Rettungsdienst schnell zur Stelle sind“ stellt Patrick Steinbach, Betriebsratsvorsitzender der BOGESTRA dar.
„Wir werden uns im Sinne der Beschäftigten in die nun anstehenden politischen Beratungen einbringen und erwarten dazu von den politischen Akteuren beteiligt zu werden. Wir sehen den politischen Handlungsdruck, der hinter den Sparmaßnahmen steht, müssen die Politik allerdings auch kritisch dazu befragen, welche Alternativen bestehen und dürfen die Auswirkungen für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt und der Beschäftigten nicht aus den Augen verlieren“ fasst Claudia Bonan, stv. Geschäftsführerin ver.di zusammen.
Es gilt diverse Interessenlagen angemessen auszuloten.
Denn klar ist: Ein Abbau von 370 Vollzeitstellen in der Stadtverwaltung und eine Reduzierung der Verlustübernahme bei der BOGESTRA wird sowohl zu einem verschlechterten kommunalen Dienstleistungsangebot für die Bürgerinnen und Bürger in Bochum als auch zu verschlechterten Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst führen.«