In einer aktuellen Pressemitteilung geht der Mieterverein Bochum auf die unglaubliche Tatsache ein, dass seit mehr als sechs Wochen der einzige Aufzug in einem dreizehn-stöckigen Hochhaus im Uni-Center nicht funktioniert: »Grund ist laut dem Vermieter Grand City Property S.A. (GCp) ein defektes Fahrstuhl-Teil. Viele Mieter:innen sind praktisch im Gebäude eingeschlossen. Lediglich Einkaufsdienste bietet der Vermieter an.
Eine Rollstuhlfahrerin ist seit Wochen in ihrer Etage eingeschlossen und müsste sich extra aus dem 13.Stock tragen lassen. Auch weitere, teilweise ältere Bewohner:innen berichten demnach von erheblichen Einschränkungen bei der Bewältigung ihres Alltags. Sie nehmen nur alle paar Tage den beschwerlichen Weg ins Erdgeschoss. Einige Bewohner:innen machen sich inzwischen Sorgen um den Gesundheitszustand ihrer Nachbarn.
Das vermietende Unternehmen GCP und die Aufzugfirma Kone haben wochenlang keine umfassenden Informationen gegeben. Erst am 16.September wurde ein Aushang gemacht. Seitdem erhalten Mieter:innen keine Auskunft zum Reparaturstand. Der Aufzug war bereits 2020 länger ausgefallen und 2025 teilweise erneuert worden. Die Mieter:innen fordern eine klare Auskunft, woran die Reparatur scheitert und wann die Arbeiten ausgeführt werden. (Zitat?)
Für den Mieterverein ist die Untätigkeit der GCP keine Überraschung. Der Instandhaltungsstau der Gebäude im Uni-Center ist schon in den Eingängen und Fluren sichtbar. Mitglieder des Vereins berichten über zahllose Probleme wie Heizungsausfällen, Feuchtigkeitsschäden und seit Anfang 2026 anhaltende Legionellenbelastung. „Unter diesem Zustand dürfen nicht länger die Mieter:innen leiden. Das Uni-Center als Ort der kurzen Wege mit barrierefreien Wohnungen muss wieder zu einem lebenswerter Ort mit guten und bezahlbaren Wohnungen werden“, sagt Martin Krämer, der Pressesprecher des Mietervereins.«