Mittwoch 02.09.26, 08:32 Uhr

Gedenken an Betti Hartmann


Am Montag hatte das Kuratorium Stelen der Erinnerung zu einer Gedenkaktion zu Ehren von Betti Hartmann eingeladen. Hier der Bericht zu der Aktion: »Wenige Monate vor dem 100. Geburtstag erinnerte das Kuratorium Stelen der Erinnerung an Betti Hartmann. Sie wurde am 31. August 1942 als 15-jähriges jüdisches Mädchen in Auschwitz ermordet. Dieses Gedenken hat an Aktualität und Notwendigkeit nichts eingebüßt, wie die jüngsten Vorfälle mit Amtsträgern der AfD belegen.

Niemand darf sich herausreden, er oder sie hätte nichts gewusst. Das gilt für die Verbrechen der Nazis von 1933 bis 1945, die sechs Millionen jüdische Menschen, Männer, Frauen und auch Kinder ermordeten, die 27 Menschen in der ehemaligen Sowjetunion in einem Angriffskrieg töteten, und die der Bevölkerung, die sie gewählt hatte, ein Trümmerfeld hinterließ.

Das gilt aber auch für die angeblich nur „in Teilen“ faschistischen AfD und deren Personal. Die bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern verheißen nichts Gutes, und auch in Berlin wird voraussichtlich jeder sechste sein Kreuz bei der AfD machen. Als Resultat der Kommunalwahl in NRW kam die AfD mit unerträglich vielen Personen in die Stadträte und Bezirksvertretungen. Und dort verhalfen Einzelne aus den demokratischen Fraktionen bei der geheimen Wahl den AfD-Kandidaten ins Amt des stellvertretenden Bürgermeisters.

Skandalöses Verhalten dieser Herren Sontowski und Emmerich führten zu deren Abwahl in Wattenscheid und Gelsenkirchen, aber es hat sich gezeigt, dass die Brandmauer durchlässig geworden ist.

Die Teilnehmer:innen brachten Blumen für Betti Hartmann mit, die auf diese Weise unvergessen bleibt.«