Das Hattinger Forum für Demokratie hat am Sonntag, den 30. August die deutsch-iranische Zeichnerin Roya Soraya zu Gast. Sie wird aus ihrer autobiographischen Graphic Novel „Wind in meinem Kopftuch“ lesen, die von einem Leben zwischen zwei Kulturen erzählt, von Identitätssuche und ihren Erlebnissen als queere Frau während einer Reise durch den Iran.
„Ich glaube an die Kraft von persönlichen Erzählungen, gerade im Comic“, sagt Roya Soray, die in Deutschland in einer iranisch-deutschen Familie aufwuchs und sich der
persischen Kultur vertraut und fremd zugleich fühlt.
»Bei Gesprächen am Tisch ihrer iranischen Familie versteht sie kaum ein Wort, obwohl ihr der Klang so vertraut ist. Immer größer wird ihre Sehnsucht, den Iran und damit einen Teil ihrer Wurzeln kennenzulernen. Eines Tages ist es endlich soweit: Gemeinsam mit ihrem Vater begibt Roya sich auf eine Reise durch den Iran und erlebt dort als queere Frau eine intensive Zeit zwischen Faszination und Angst, Schönheit und Unterdrückung – ohne zu ahnen, dass dies die letzte Reise mit ihrem Vater sein wird.« So umreißt das Hattinger Demokratieforum ihre grafische Erzählung und schreibt zum Werdegang und dem Schaffen von Roya Soraya:
»Roya Soraya, 1996 in Hannover geboren, studierte an der Folkwang Universität der Künste und arbeitet als freischaffende Illustratorin und Comic-Autorin in Wuppertal. Sie erzählt Geschichten gern mit feministischer Haltung und legtihren Fokus auf die Vielfalt und Menschlichkeit der Figuren. Ihr Comic-Debüt hatte sie 2022 mit der Graphic Novel »Faust« (Zwerchfell Verlag), in der sie den deutschen Literaturklassiker aus moderner und queerfeministischer Sicht neu erzählt. Für ihre Comic-Arbeit wurde sie u. a. mit Stipendien des Berliner Senats und des Goethe-Instituts gefördert. Neben Graphic Novels macht Roya Soraya illustrative Auftragsarbeiten, gibt Workshops und Lesungen.«
Datum: 30.8.2026
Beginn: 15 Uhr
Ort: Bürgerzentrum Holschentor, Raum 3, 1. Etage, Talstraße 8, 45525 Hattingen
