Im Rahmen der Reihe „Bochum hört sich zu – Sprechen & Zuhören“ geht es am 25.7. im Bergbaumuseum um die Frage „Wie geht es mir mit Deutschlands Kriegstüchtigkeit angesichts der Weltlage?“. Die Reihe ist eine gemeinsame Initiative von Arbeit und Leben Bochum (vhs Bochum, Deutscher Gewerkschaftsbund Bochum, Arbeit und Leben NRW) und Mehr Demokratie e.V.. Zum Inhalt und Konzept der Veranstaltung:
»Die Reihe setzt bewusst einen Kontrapunkt zu klassischen Diskussionsformaten: Es geht nicht um Schlagabtausch, Meinungsdurchsetzung oder schnelle Antworten. Stattdessen bietet „Sprechen & Zuhören“ einen geschützten Raum, in dem persönliche Erfahrungen, Unsicherheiten und unterschiedliche Perspektiven nebeneinanderstehen dürfen. Die Teilnehmenden begegnen sich in kleinen Gruppen, hören einander aktiv zu und sprechen aus der eigenen Erfahrung heraus – ohne Unterbrechung, ohne Bewertung.
Gerade vor dem Hintergrund aktueller politischer Entwicklungen erhält die Leitfrage des Tages eine besondere Bedeutung. Der Begriff „Kriegstüchtigkeit“ prägt zunehmend öffentliche Debatten – oft verbunden mit sicherheitspolitischen Argumenten, strategischen Überlegungen und medial zugespitzten Positionen. Im Format „Sprechen & Zuhören“ wird diese große gesellschaftliche Frage bewusst auf die persönliche Ebene zurückgeführt: Wie wirkt diese Entwicklung auf mich? Welche Gefühle, Gedanken oder auch Widersprüche löst sie aus? Wo entstehen Ängste, Zustimmung oder Unsicherheit?
Die Veranstaltung eröffnet damit einen Raum, in dem nicht Positionen gegeneinanderstehen, sondern individuelle Erfahrungen sichtbar werden. Ziel ist es, Empathie als gesellschaftliche Praxis zu stärken – also die Fähigkeit, andere Sichtweisen wahrzunehmen und auszuhalten, ohne sie sofort einzuordnen oder zu bewerten. So können neue Zugänge zu einem Thema entstehen, das viele Menschen bewegt, aber selten in dieser Form besprochen wird.
„Bochum hört sich zu“ richtet sich an alle, die bereit sind, sich auf dieses besondere Gesprächsformat einzulassen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – nur die Offenheit, zuzuhören und die eigene Perspektive zu teilen.«
Wann: Samstag, 25. Juli 2026, Zeit: 10:00 – 12:30 Uhr, Treffpunkt: Information, 9:50 Uhr
Wo: Deutsches Bergbau-Museum Bochum
Eintritt frei