Rede: Hände weg von unseren Rechten!
Liebe Kolleginnen, liebe Mitstreiterinnen und Genosinnen,
es tut unglaublich gut zu sehen, wie viele wir heute hier sind! Wir stehen hier nicht alleine. Wir stehen hier Schulter an Schulter mit unseren Schwestergewerkschaften, weil Wir alle eines ganz genau Wissen: Es reicht! Wir blicken auf die Pläne der Politik und der Arbeitgeber und müssen feststellen: Es wird an den völlig falschen Stellen gekürzt. Anstatt in die Zukunft zu investieren, anstatt die zu unterstüzen, die den Laden am Laufen halten, Bei den Menschen, die tagtäglich die harte Arbeit leisten. Und dazu sagen Wir heute laut und deutlich: Nicht mit uns!
Wir rufen den Verantwortlichen zu:
• Finger weg von der Rente! Wer ein Leben lang gearbeitet hat, verdient einen Lebensabend in Würde und keine Rentenkürzungen oder ein immer höheres Rentenalter!
• Finger weg von der Krankenversicherung, der Pflege und der Gesundheitsversorgung! Gesundheit ist keine Ware! Es reicht uns! Wir erleben seit Monaten unter dem Deckmantel von Krise und Sparzwang, wie an den völlig falschen Stellen gekürzt wird. Sie reden von Haushaltslöchern, aber sie sparen bei denen, die den Laden überhaupt am Laufen halten! Sie sparen bei uns! Bei den Beschäftigten, bei den Familien, bei den Renterinnen. Und dazu sagen wir heute laut und deutlich: nicht mit uns!
• Finger weg von den Eigenanteilen in Seniorenheimen! Es darf nicht sein, dass Pflege im Alter arm macht oder Familien in den Ruin treibt!
Unsere Arbeit, unsere Rechte!
Und es geht noch weiter. Sie wollen an unsere Arbeitszeit, sie wollen an unsere hart erkämpften Rechte. Doch: Wir lassen uns nicht zurück ins letzte Jahrhundert versetzen!
• Finger weg vom Achtstundentag! Der Achtstundentag ist eine historische Errungenschaft zum Schutz unserer Gesundheit. Wer ihn aufweichen will, legt sich mit uns allen an!
• Wir fordern eine Stärkung der Tarifbindung und gute Arbeitsbedingungen in allen Branchen! Nur starke Tarifverträge sichern faire Löhne und ein gutes Leben.
Liebe Kolleginnen, wir gehen heute gemeinsam auf die Straße, weil wir solidarisch sind. Wenn sie versuchen, einen Bereich zu schwächen, treffen sie uns alle. Die da in den Regierungsgebäuden müssen endlich begreifen: Die Krise wird nicht auf den Rücken der Beschäftigten gelöst. Das Geld ist da – es wird nur falsch verteilt. Wir werden nicht leise sein. Wir werden nicht weichen. Wir stehen Schulter an Schulter heute auf der Straße und morgen in den Betrieben.
Ein Hoch auf die internationale Solidarität!
Vielen Dank