Montag 22.06.26, 11:51 Uhr

„Innovatives Beteiligungsformat“ – nur niemand weiß davon!


Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki- Mohnhaupt zur Beteiligung an der Fachplanung Gesundheit: »Die Stadt Bochum hat mit Pressemitteilung vom 17.06.2026 (hier) ein „innovatives Beteiligungsformat“ zur Beteiligung an der Fachplanung Gesundheit angekündigt. Die Bürger:innen sollen die Fachplanung aktiv mitgestalten können.

Ziel sei es, Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention an den Bedürfnissen der Menschen in Bochum auszurichten. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen ihre Perspektiven und Erfahrungen einzubringen, damit diese bei der Weiterentwicklung des Fachplans berücksichtigt werden können.

Die Beteiligung soll in den Bürgerbüros der Stadtbezirke sowie in der Volkshochschule Bochum stattfinden. An digitalen Kartentischen können Orte in der Umgebung markiert und bewertet werden. So sollen gesundheitliche Chancen oder Barrieren im öffentlichen Raum sichtbar gemacht werden, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Was Interessierte mitgestalten können sollen, bleibt leider im Dunkeln.

Geht es um Standorte für weitere Gesundheitskioske in den Bezirken? Bisher gibt es einen in Wattenscheid. Oder sollen weitere Defibrillatoren in der bereits für Bochum bestehenden Karte verortet werden?

Wer mitgestalten soll, möchte doch zunächst einmal wissen, worum es überhaupt geht.

Viel Zeit zur Mitgestaltung – von was auch immer – bleibt nicht mehr!

Die innovative Beteiligung soll schon seit Mitte Juni laufen. Welche Möglichkeiten zur „innovativen“ Beteiligung bereits vertan sind – wer weiß das schon.

Nachdem der Termin am Donnerstag, 18. Juni, von 10 bis 16 Uhr im Bürgerbüro Bochum Ost bereits verstrichen ist und heute der am 22. Juni von 10 bis 16 Uhr im Bürgerbüro Bochum Südwest läuft, bleiben nur noch

Dienstag, 23. Juni, von 10 bis 15 Uhr im Bürgerbüro Bochum Wattenscheid und Donnerstag, 25. Juni, von 10 bis 16 Uhr in der Volkshochschule Bochum.

Da kann dann sicher auch in Erfahrung gebracht werden, welche Termine sonst noch irgendwo stattgefunden haben, ohne das jemand davon wusste. Ob Beteiligungsmöglichkeiten in Süd und Nord bereits zahlreich wahrgenommen worden sind – oder ob dies noch nachgelegt werden?

Dem Netzwerk bleibt da nur noch, allen Bochumer:innen gute Gesundheit zu wünschen.«