Um junge Menschen zu ermutigen, gegen Rassismus und Intoleranz in der Gesellschaft aktiv zu werden, verleiht der Kinder- und Jugendring bereits seit 2006 jährlich den „Abraham-Pokal“ an eine Schule in Bochum. Im ausgehenden Schuljahr trug ihn das Klaus Steilmann Berufskolleg. Im Schuljahr 2026/2027 geht er weiter an die Heinrich-Böll-Gesamtschule.
Das Besondere an dem Pokal ist, dass er nicht für Geleistetes verliehen wird, sondern Aufforderungscharakter hat. Benannt nach dem Prophet Abraham, der von Juden, Christen und Muslimen als „Vater des Glaubens“ anerkannt wird, verpflichtet sich die Schule, die den Pokal annimmt, ein Jahr lang Projekte für Toleranz, für eine multikulturelle Gesellschaft und für einen interreligiösen Dialog durchzuführen.
Die Schüler*innen des Klaus Steilmann Berufskolleg wurden der Augabe gerecht, indem sie mit verschiedenen Klassen Auschwitz und Birkenau besucht und die Gedenkstättenfahrten filmisch dokumentiert, eine Ausstellung zum Thema Hate Speech und ein internationales Kochbuch erstellt, einen interreligiösen Stadtrundgang organisiert und sich intensiv mit den Themen Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und sexuelle Vielfalt auseinandergesetzt haben. Einen Ausschnitt ihrer Aktionen präsentieren sie am 24. Juni im Rahmen einer symbolischen Weitergabe des Pokals an Schüler*innen und Lehrer*innen der Heinrich-Böll-Gesamtschule.