Am Mittwoch (13.5. 18 Uhr) ist im endstation Kino der zweite Film der Reihe „Film und Frauenrechte“ zu sehen, die dieses Jahr erneut in Kooperation zwischen der Ruhr-Uni, Amnesty International und dem endstation Kino stattfindet. „The Great India Kitchen“ erzählt die Geschichte einer frisch verheirateten Frau, die nach einer arrangierten Ehe im südindischen Kerala im patriarchalen Haushalt der Schwiegereltern lebt. Bald besteht ihr Alltag nur noch aus Kochen, Putzen und Demütigungen, bis sie es nicht mehr aushält und daraus ausbricht. Der Eintritt ist frei, im Anschluss an den Film findet ein Filmgespräch statt.
In der Ankündigung heißt es: »Im Rahmen des Seminars „Film und Frauenrechte in Indien und Pakistan“ zeigen wir das preisgekrönte indische Drama „The Great Indian Kitchen“ (2021), ein eindringlicher Film über Alltagssexismus, unsichtbare Arbeit und den Kampf um Selbstbestimmung.
Der Film erzählt die Geschichte einer jungen, gebildeten Frau, die in eine traditionelle Familie einheiratet. Schritt für Schritt wird sie in einen Alltag aus Kochen, Putzen und Dienen gedrängt, während ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse zunehmend in den Hintergrund geraten. In stillen, eindringlichen Bildern zeigt der Film die Belastung durch patriarchale Strukturen und die scheinbare Selbstverständlichkeit weiblicher Fürsorgearbeit.
Im Anschluss findet ein Filmgespräch statt, um Raum für Austausch über Menschenrechte, Geschlechtergerechtigkeit und die Situation von Frauen in Indien und Pakistan zu schaffen.«
Trailer zum Film:
Die Filmvorführung ist eingebettet in ein Seminar der Dozentin Solmaz Gholami vom Institut für Medienwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Ziel des Seminars ist die gemeinsame Strukturen patriarchaler Machtverhältnisse ebenso wie unterschiedliche gesellschaftliche, religiöse und politische Rahmenbedingungen in Indien, Pakistan und Bangladesch vergleichend zu analysieren. Das Seminar findet vor dem Film statt und ist nur für Studierende zugänglich; der Film und das anschließende Filmgespräch steht allen Interessierten offen.
