Die Fraktion Die Linke im Rat der Stadt Bochum ist „zutiefst erschüttert über die in der WAZ geschilderten Vorwürfe möglicher sexueller Belästigung, des Machtmissbrauchs sowie rassistischer Chats im Ordnungsamt.“ Die Linksfraktion erklärt: »Die beschriebenen Vorfälle – von obszönen Kommentaren und unnötig hartem Vorgehen gegenüber Migrant*innen über körperliche Übergriffe bis hin zu massiven Grenzüberschreitungen – deuten auf strukturelle Probleme innerhalb des Ordnungsamtes hin. Dazu Ratsmitglied Sonja Knobbe:
„Das Ordnungsamt soll die Sicherheit in unserer Stadt für alle gewährleisten – deshalb muss unbedingt gegen rassistische und sexistische Strukturen konsequent vorgegangen werden, die Frauen und migrantische Menschen benachteiligen oder unter Druck setzen.
Wir fordern eine unverzügliche, unabhängige und umfassende Aufklärung aller Vorwürfe sowie –sollten sich die Vorwürfe bestätigen – um arbeitsrechtliche und disziplinarische Maßnahmen gegen die Verantwortlichen. Ebenso notwendig sind der wirksame Schutz von Hinweisgeber*innen, eine grundlegende Überarbeitung der Beschwerde- und Präventionsstrukturen sowie verpflichtende, professionell moderierte Schulungen.“
Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, handelt es sich aus Sicht der Ratsfraktion Die Linke um ein systemisches Versagen. Besonders alarmierend ist die geschilderte „Kultur des Schweigens“, die Betroffene offenbar daran hindert, Übergriffe zu melden und damit Täter schützt.
Dazu Ratsmitglied Gavin Währisch abschließend: „Für uns ist klar, dass sexuelle Belästigung, Machtmissbrauch und Rassismus in der Stadtverwaltung keinen Platz haben dürfen. Beschäftigte und Bürger*innen müssen wirksam geschützt und unterstützt werden. Wir werden deshalb das Thema auf die Tagesordnung des Rates setzen um strukturelle Veränderungen durchzusetzen, die solche Vorfälle künftig verhindern und eine respektvolle, sichere Arbeitsumgebung in der Stadtverwaltung gewährleisten.“«