Freitag 10.04.26, 16:14 Uhr

Wohnprojekt in Altenbochum geplant


Die Förderung gemeinschaftlicher Wohnprojekte ist ein Ziel des im Oktober 2024 vom Rat beschlossenen aktualisierten „Handlungskonzept Wohnen“. Neben Beratung bietet die Stadt deshalb ab uns zu geeignete Flächen / Objekte zur Realisierung solcher Projekte an. Nach der Alten Wittener Straße im letzten Jahr wird in diesem Jahr ein Gelände in Altenbochum zu diesem Zweck vermarktet.

Das Haupthaus ist ca. 100 Jahre alt, die Nebengebäude stammen aus den 60ern. Zusammen bieten sie ca. 1000 qm Fläche, und das dazugehörige Grundstück mit altem Baumbestand ist rund 4000 qm groß. Der frühere Bauernhof wird seit den 60er Jahren als städtischer Betriebshof genutzt und dient aktuell noch als Lagerfläche. Doch diese Nutzung soll aufgegeben werden. Die Stadt sieht in dem Gelände an der Goerdtstraße 45 ein geeignetes Objekt für ein gemeinschaftliches Wohnprojekt.

Die Goerdstraße ist eine wenig befahrene Wohnstraße und nur einseitig bebaut. Direkt gegenüber liegt das Ende des Springorum-Radwegs (dessen Verlängerung bevorsteht) und dahinter eine Kleingartenanlage. Ganz ruhig ist es trotzdem nicht, denn die Bahnlinie ist nahe. Aber dafür ist auch die Innenstadt ganz nah, und das merkt man der Gegend wirklich nicht an.

Die Rahmenbedingungen sind für ein Wohnprojekt nahezu ideal: Die Gebäude sind nicht denkmalgeschützt – dürften also auch abgerissen werden. Obwohl die meisten Menschen, die sich für alternative Wohnformen interessieren, lieber Bestand nutzen und entwickeln, stehen also alle Optionen offen. Und es existiert auch kein Bebauungsplan – es darf also nach § 34 BauGB gebaut werden. (Was – laienhaft ausgedrückt – bedeutet, dass ein Bauvorhaben zulässig ist, wenn es sich problemlos in das einfügt, was in der Nachbarschaft üblich ist.)

Das Grundstück wird in Erbpacht vergeben, der Pachtzins wird 2 % des Grundstückswerts (der gerade ermittelt wird) betragen. Ansonsten erfolgt eine Konzeptvergabe: Wenn es mehrere Interssierte gibt, erhält nicht derjenige den Zuschlag, der den höchsten Preis zahlt, sondern der das beste Konzept vorlegt.

Nähere Informationen gibt es bei eine Wohnprojektbörse am 5. Mai von 17 bis 19 Uhr im Multifunktionsraum des technischen Rathauses. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Im Anschluss daran ist eine 2monatige Phase vorgesehen, in der interessierte Gruppen sich melden können. Danach folgt eine rund viermonatige Konzeptphase, in der ausgesuchte Initiativen ihre Ideen ausarbeiten und einreichen können.

Fragen beantwortet wohnprojekte@bochum.de .

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