Freitag 06.03.26, 11:40 Uhr

Samstag Warnstreik im Nahverkehr: Bogestra, HCR und Vestische betroffen


In der Tarifrunde für die rund 30.000 Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di NRW) den Druck auf die Arbeitgeber. Für Samstag, den 7. März 2026, ruft ver.di Beschäftigte der Bogestra, der HCR und der Vestischen zu einem ganztägigen regionalen Warnstreik auf. In den betroffenen Unternehmen werden am Samstag von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht keine Busse und Bahnen fahren. Der Betrieb von S-Bahnen und Regionalzügen ist nicht betroffen.

Der ver.di-Bezirk mittleres Ruhrgebiet schreibt: »Die Streikmaßnahmen treffen damit auch das Zweitliga-Heimspiel des VfL Bochum, der am Samstagabend gegen den 1. FC Kaiserslautern antritt.

Die Tarifverhandlungen waren am Dienstag (3. März) in Bochum in zweiter Runde ohne Ergebnis beendet worden. Ein Angebot der Arbeitgeberseite zu den Forderungen der Beschäftigten liegt weiterhin nicht vor. Stattdessen stellten die Arbeitgeber einen Katalog mit Verschlechterungen vor, etwa bei der Krankengeldregelung und bei Nachtarbeitszuschlägen.

„Zu den Forderungen der Beschäftigten liegt bis heute kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber vor, obwohl diese seit November bekannt sind und im Februar konkretisiert wurden“, erklärt Heinz Rech, ver.di-Verhandlungsführer in NRW. „Stattdessen präsentieren sie einen Katalog mit Verschlechterungen bei der Krankengeldregelung, bei Nachtarbeitszuschlägen und weiteren Punkten. Das wird dem Ernst der Lage nicht gerecht und erhöht das Risiko einer weiteren Eskalation des Konflikts.“

Von der Tarifrunde betroffen sind in Nordrhein-Westfalen über 30 kommunale Verkehrsunternehmen mit rund 30.000 Beschäftigten. ver.di verhandelt mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW) über Verbesserungen der Arbeitsbedingungen im Nahverkehr. Im Mittelpunkt der Forderungen steht eine spürbare Entlastung der Beschäftigten. Dazu gehören insbesondere Entlastungen bei der Wochenarbeitszeit und den Schichtdiensten sowie höhere Zuschläge für Sonntagsarbeit. ver.di fordert unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich von derzeit 39 auf 37 Stunden.

Die Tarifverhandlungen werden ab dem 24. März in dritter Runde fortgesetzt.«