Am Donnerstag, den 19. Februar um 18 Uhr lädt das Fritz Bauer Forum zu einem Vortrag von Martin Langanke ein, der die NS-Aktion „Entartete Kunst“ im Spannungsfeld von Ästhetik, Ideologie und Erinnerung beleuchtet: »Dabei wird herausgearbeitet, dass keineswegs alle betroffenen Künstler*innen politische Gegner des Nationalsozialismus waren, sondern ihre Werke und Haltungen unterschiedliche weltanschauliche Bezüge aufweisen.
Im Rahmen einer kontraktualistisch begründeten „unterscheidenden“ Erinnerungskultur wird diskutiert, wie zwischen künstlerischem Widerstand und ideologischer Nähe differenziert werden kann – um moralische Klarheit und normative Kohärenz im Gedenken zu schaffen.
Prof. Dr. Dr. Martin Langanke, geboren 1972 in Augsburg, ist seit 2019 Professor für Ethik an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum. Nach Promotion und Habilitation forscht er heute u. a. zu pflege- und medizinethischen Fragestellungen sowie zu ethischen Aspekten des Umgangs mit den Folgen der NS-Kunstpolitik.«