Das Fritz Bauer Forum macht am kommenden Dienstag, 30. September, um 18 Uhr, die kommenden Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Chile zum Thema und schreibt dazu in seiner Ankündigung: »Am 16. November 2025 finden in Chile Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Eine Stichwahl fände im Dezember statt. In dieser „Schicksalswahl” stehen sich Negationismus und Erinnerungskultur, Fake, Bots und Pressefreiheit, Demokratie und Autoritarismus, soziale Reformen und extremer Neoliberalismus gegenüber.
Die Rechte und extreme Rechte stellen drei Präsidentschaftskandidat*innen, eine Art „deutsche Division“ in der chilenischen Politik. Alle drei Kandidaten, Evelyn Matthei, José Antonio Kast und Johannes Kaiser, sind Bewunderer der chilenischen Militärdiktatur. Sie stammen in der zweiten und dritten Generation aus Deutschland. Ihre Familiengeschichten sind sowohl in der Zeit des Nationalsozialismus wie in der Zeit Militärdiktatur tief verwurzelt.
Gegen ihre politische Linie gründete sich ein breites Bündnis aus Demokrat*innen, Christdemokrat*innen, Sozialist*innen, Sozialdemokrat*innen, Liberalen, Grünen sowie soziale Bewegungen und schloss sich in der Unidad por Chile zusammen. Dieses Bündnis stellt eine einheitliche Parlamentsliste auf und wählte Jeannette Jara, Ex- Arbeitsministerin der Regierung Borics und Mitglied der KP Chile, als Präsidentschaftskandidatin.
Über die bevorstehende Schicksalswahl und die Arbeit von Unidad por Chile in NRW referieren Victor Cobs (Umweltwissenschaftler; Spatial Modelling Lab (RAM), Department of Spatial Planning, TU Dortmund) und Pedro Crovetto (Sozial-, Wirtschafts- und Politikwissenschaftler, Bochum).«
Ort: Fritz Bauer Forum, Feldmark 107, 44803 Bochum
Zeit: Dienstag, der 30. September, 18:00 bis 19:30 Uhr
Sprache: Deutsch – Eintritt frei