Donnerstag 04.09.25, 11:52 Uhr

OB-Kandidat Jörg Lukat und der NSU 4


Jörg Lukat ist Oberbürgermeisterkandidat von SPD und Grünen. Er war zuvor Polizeipräsident in Bochum und wurde im letzten Jahr in den vorzeitigen Ruhestand geschickt. Von 2001 bis 2006 war er Leiter des polizeilichen Staatsschutzes in Dortmund. In dieser Zeit ist Dortmund zu einer Nazi-Hochburg in NRW geworden und es kam zu zwei Morden durch Rechtsextreme in Dortmund. Im Jahr 2005 wurde Thomas Schulz von einem Mitglied der örtlichen Neonazi-Szene, getötet. Ein Jahr später wurde Mehmet Kubaşık von der Terrorgruppe „NSU“ erschossen. Die Polizei hat in diesem Fall völlig versagt und das Opfer verdächtigt, in kriminelle Machenschaften verwickelt gewesen zu sein. Hinweisen auf rechte Täter wurde nicht nachgegangen. Ein Recherche Team hat das damalige Verhalten von Lukat und die Aussagen von ihm vor den NSU-Untersuchungsausschuss des Landtages untersucht und berichtet darüber auf Indymedia: Jörg Lukat & der NSU.


4 Gedanken zu “OB-Kandidat Jörg Lukat und der NSU

  • Bochum

    Das Thema wurde scheinbar von SPD und Grünen erfolgreich ausgeblendet, Machterhalt vor Haltung in der ehemaligen Herzkammer der Sozialdemokratie. Eintritt in die SPD, Eintritt in den VfL, schwupps Anforderungsprofil als OB-Kandidat für Bochum erfüllt. Erinnerungslücken und Gedächtnisschwund, aber bei anderen Law & Order durchsetzen. So wird man 2025 Bürgermeister in Bochum.

  • lila

    Danke für die Zusammenfassung und Recherche! Kaum zu glauben, wie die Vergangenheit Lukats wegignoriert wird.

  • Ute

    Hat sich Lukat denn irgendwo im Wahlkampf mal dazu verhalten, es müsste doch das ureigenste Interesse von Grünen und SPD sein, sich darüber zumindest mal mit Zivilgesellschaft auszutauchen? Das Thema ploppt jetzt auf einmal auf, aber kann das einfach wegignoriert werden, das wäre doch fatal.

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