Samstag 12.07.25, 11:02 Uhr

Stadtrundgang durch ein feministisches Hauptquartier 1


Am Dienstag, den 15. Juli lädt das atelier automatic zu einem Stadtrundgang mit Eva Busch und Julia Nitschke durch das in der Nachbarschaft liegende Rottstraßen-Viertel, da sich dort viele wichtige Orte der feministischen Bewegung – ein feministisches Hauptquartier – der 1980er und 1990er Jahre in Bochum befinden: » Unter anderen war dort der ehemalige Frauenbuchladen Amazonas über viele Jahre hinweg ein wichtiges Zentrum der autonomen FrauenLesbenbewegung. Das regelmäßig vom Frauenbuchladen herausgegebene Programmheft namens Fraueninfo wurde neben zahlreichen Flyern und Postern auch in der Druckerei Versalis gedruckt, deren ehemalige Räumlichkeiten heute die Werkstatt des atelier automatique beherbergen.

Es gab im Viertel eine Hausbesetzung von und für Frauen, und nicht weit entfernt die internationale Frauenkontakt- und Beratungsstelle «Mona». Durch das wiederholte Aufsuchen und Erinnern an diese Orte und ihre Geschichte wollen die Initiator*innen den feministischen Kämpfen in Bochum ein Denkmal setzen, ein Oral Memorial. Eine Reflexion immaterieller widerständiger Erinnerungskultur, die auch deutlich macht, dass viele der Orte und Kämpfe auch mit heutigen Herausforderungen mithalten.

Der Stadtrundgang wurde entwickelt im Rahmen der Forschung zur Ausstellung «Emanzenexpress_gemeinsam sind wir gemeiner» im atelier automatique, die feministischen Widerstand der 1980er und 90er Jahre in Bochum thematisierte.«

Di., 15.07.2025, 18.30 Uhr
Treffpunkt: atelier automatique, Rottstraße 14
Dauer: ca. 90 Minuten


Ein Gedanke zu “Stadtrundgang durch ein feministisches Hauptquartier

  • Azzoncao

    Was nicht vorkommt

    Das besetzte Haus an der Allestraße hatte eine durchaus diverse Geschichte, da es auch über längere Zeit von Männern und Frauen besetzt war.
    Und, ja, das Viertel war das Zentrum der rechtsextremen Jugendkultur Ende der 80er Jahre. Eine Mischung aus Stadtteiljugend, Streetgang im Hip Hop Stile und FAPlern hatte sich gegenüber dem Frauenbuchladen und dem Parteibüro der Grünen angesiedelt. Diese Gruppe nannte sich „Oi-Bois“ und es entstanden in den Stadtteilen Langendreer und Werne die „Black Bois“ und an anderer Stelle die „Bad Bois“. Grüne und Amazonas Laden ignorierten die Entwicklung vor ihrer Haustür und erst als die „Langendreer Antifa“ auf Grund der Gewalttaten an SchülerInnen deren Hinweisen nachgingen, wurde der Treff publik. Das war dann der Zeitpunkt als auch dem Amazonas Laden Gewalt angedroht wurde.

Kommentare sind geschlossen.