Im Rahmen des Heimaten-Festivals finden im Bahnhof Langendreer und im Kino Endstation zwei Veranstaltungen statt: am Freitag, 16. Oktober werden zwei Filme „Children of Diaspora“ und „EUphoria“ und am Sonntag, 18. Oktober im Studio 108 eine Finissage. Was ist HeimA(R)Ten: »Ein dreitägiges Programm, das afro-diasporische Erfahrungen, Geschichten, Kulturen und Identitäten durch Film, bildende Kunst und gemeinsamen Austausch erkundet. Das Programm vereint eine Ausstellung, Filmvorführungen, eine Diskussion mit Fragerunde sowie eine Finissage und schafft so einen Raum, um verschiedene Frequenzen und Verbindungen innerhalb der afrikanischen Diaspora zu entdecken.
FÜR WEN?
Das Programm steht allen offen. Auch wenn afro-diasporische Perspektiven und Erfahrungen von Schwarzen im Mittelpunkt des Programms stehen, sind Menschen aller Hintergründe herzlich eingeladen, dabei zu sein, sich einzubringen und mitzumachen.«
18. Oktober — Finissage · 13:30–19:00 Uhr im Studio 108
Zu den Filmen schreibt das Kino:
Children of Diaspora: »„Children of the Diaspora“ wird ausschließlich durch den ergreifenden, poetischen inneren Monolog eines Kindes afrikanischer Einwanderer erzählt und entführt den Zuschauer in die psychologische und kulturelle Reise, die den Kern der Identitätsfindung der ersten Generation bildet.
Die Erzählung schafft einen Ausgleich zwischen dem Intimen und dem Politischen und erkundet eine Welt, die von Gemeinschaftsstolz und Bezügen zu den Vorfahren geprägt ist, aber zugleich tief von systemischen Narben und emotionalen Wunden gezeichnet ist. Der Kurzfilm verknüpft die Themen kollektives Gedächtnis und historische Versöhnung und fungiert als Forderung nach einer aufgeklärten Auseinandersetzung mit der Vergangenheit sowie einer grundlegenden Neugestaltung der postkolonialen euro-afrikanischen Beziehungen. Letztendlich vertritt der Film die These, dass ein bewegtes Leben im Exil nicht nur ein Trauma ist, das es zu ertragen gilt, sondern eine tiefgreifende Gelegenheit, die tiefsten Nerven der menschlichen Existenz jenseits der Masken der gängigen Identitätsbilder zu hinterfragen.
Hintergrund: Unter der Regie der Soziologin Sabrina Onana fungiert der Film als visuelle Erweiterung ihrer kulturwissenschaftlichen Forschung. Anstatt zuzulassen, dass die Geschichten junger Menschen afrikanischer Herkunft auf strenge Narrative von Trauma oder erzwungener Assimilation reduziert werden, stellt Onana die Migrationserfahrung als einen aktiven, sich ständig weiterentwickelnden Raum dar. Der Film soll afro-europäische Jugendliche ausdrücklich dazu befähigen, sich fest in ihrem afrikanischen Erbe zu verwurzeln und gleichzeitig ihre komplexen, facettenreichen Identitäten innerhalb der vorherrschenden westlichen Gesellschaften strukturell zu navigieren.«
EUphoria: »EUPHORIA begleitet Menschen afrikanischer Herkunft, die versuchen, den drastischen Niedergang Europas zu überstehen. Da Afrika durch ein mysteriöses Kraftfeld von der Welt abgeschnitten ist, ist Europa ohne die natürlichen Ressourcen und Arbeitskräfte, die es für seinen Wohlstand benötigt, verloren. Gefangen in Europa singt die afrikanische Diaspora für Afrika, füreinander und für sich selbst – auf eine Weise, die in einer entfremdenden Gesellschaft Solidarität und Gemeinschaft schafft.
Hintergrund
Dieses preisgekrönte afro-futuristische Musical, das im Brüsseler Zentrum für bildende Kunst und Kultur (BOZAR) uraufgeführt und international beim weltweit größten Black-Film-Festival (Pan African Film and Arts Festival) erstmals gezeigt wurde, handelt von Menschen afrikanischer Herkunft, die versuchen, den steilen Niedergang Europas zu überstehen. Da Afrika durch ein mysteriöses Kraftfeld von der Welt abgeschnitten ist, ist Europa ohne die natürlichen Ressourcen und Arbeitskräfte, die es für seinen Wohlstand benötigt, verloren. In Europa festsitzend singt die afrikanische Diaspora für Afrika, füreinander und für sich selbst – auf eine Weise, die in einer entfremdenden Gesellschaft Solidarität und Gemeinschaft schafft.«
Als Teil des dezentralen Heimaten-Festivals und organisiert in Zusammenarbeit mit dem ELK Festival, dem Bahnhof Langendreer und dem Haus der Kulturen der Welt (HKW) findet am kommenden Sonntag, 18. Oktober, eine Finissage statt:
»Im Bahnhof Langendreer findet Ein dreitägiges Programm, das afro-diasporische Erfahrungen, Geschichten, Kulturen und Identitäten durch Film, bildende Kunst und gemeinsamen Austausch erkundet. Das Programm vereint eine Ausstellung, Filmvorführungen, eine Diskussion mit Fragerunde sowie eine Finissage und schafft so einen Raum, um verschiedene Frequenzen und Verbindungen innerhalb der afrikanischen Diaspora zu entdecken.
FÜR WEN?
Das Programm steht allen offen. Auch wenn afro-diasporische Perspektiven und Erfahrungen von Schwarzen im Mittelpunkt des Programms stehen, sind Menschen aller Hintergründe herzlich eingeladen, dabei zu sein, sich einzubringen und mitzumachen.«
Wann: Freitag, 16. Oktober, 19 Uhr
Wo: Kino Endstation, Wallbaumweg 108, 44892 Bochum