Ich freue mich sehr, dass ihr so zahlreich mit euren Rädern gekommen seid. Ich hoffe, ihr habt euch schon glücklich gefahren und habt gleich noch mehr Spaß, mit vielen anderen über die Bochumer Hauptstraßen zu radeln, die leider nicht immer so frei und sicher sind. Dabei haben wir schon tolle Trassen, und dort bedeutet Radfahren weit mehr als Fortbewegung. Es steht für Gesundheit, Klimaschutz, Lebensqualität, Freude, Spaß und Freiheit – kurz: Radfahren macht glücklich.
Wie viel Spaß macht es euch täglich, an der Autokolonne vorbeizufahren? Keinen Parkplatz suchen zu müssen? Mit dem Rad in die Stadt, einen freien Lolli erwischen und ab zu Fuß in die Stadt. Sorglos radfahren, anstatt über Spritpreise nachzudenken.
Seien wir doch ehrlich: Das Fahrrad ist das perfekte Fahrzeug für die Stadt und drumherum. Praktisch für alles.
Wie häufig habt ihr beim Radfahren ein kurzes Schwätzchen gehalten? Wie sozial kann das Fahrrad nur sein? Irre, oder?
Das Glück, das wir beim Radfahren häufig haben, haben nicht ALLE. Da gibt es so einige, die sich nicht trauen. Es fehlen sichere und durchgängige Radwege. Wer mehr Menschen glücklich machen will – also zum Umstieg auf das Fahrrad bewegen möchte –, muss ihnen eine Infrastruktur bieten: Radwege, auf denen sich Kinder, Familien, Berufspendelnde und ältere Menschen gleichermaßen sicher fühlen. Dafür setzen wir uns als ADFC konkret ein. Besser wird es auch schon, es könnte nur etwas schneller gehen, finden wir. In den kommenden Jahren sind einige wunderbare Lückenschlüsse geplant:
– die Springorumstraße bis zum Innenstadtring, – den RS1 über die A40, – die Brücke der Opelstraße über die A44, – den (fast) durchgehenden Radweg auf der Alleestraße.
Wir sind überzeugt: Wenn es überall durchgehende und sichere Radwege gibt, steigen viel mehr Menschen um. Selbst fürs Autofahren wird es ein Gewinn sein, denn Staus verschwinden; wer statt mit dem Auto Rad fährt, lässt Raum für diejenigen, die aufs Auto angewiesen sind. Und ohne Stau kommen auch Bus und Tram schneller voran.
Mit der Demonstration möchten wir Politik und Verwaltung dazu aufrufen, den Ausbau des Radverkehrs entschlossener voranzutreiben. Glück für alle statt Tankärger und Parkplatzfrust.
Sichere Radwege, geschützte Kreuzungen, attraktive Verbindungen und sichere Abstellanlagen sind eine Investition in die Zukunft unserer Stadt sowie ein Beitrag zum Klimaschutz!
Wir freuen uns daher, gemeinsam ein starkes Zeichen zu setzen für eine moderne und nachhaltige Mobilität und eine sichere, lebenswerte Stadt: „Radfahren macht glücklich“.
Radfahren ist auch bunt. Wie angekündigt, werden wir am Ende der Demo das bunteste Kinderfahrrad, das schönste Lastenrad, geschmückte Fahrräder, Verkleidungen und Kostümierungen prämieren. Und wir haben einen besonderen Gast, der uns ein Ständchen singt. Seid gespannt.
Wir laden euch ein, beim ADFC mitzumachen. Kommt donnerstagabends zum Umweltzentrum in die Alsenstraße. Wir setzen uns nicht nur für sichere Radwege ein, wir machen Touren, Radfahrschulen und einmal im Monat ein Radcafé. Zum nächsten Radcafé am Donnerstag, dem 15.10., um 19 Uhr laden wir euch herzlich ein.
Noch kurz zur Route: Wir fahren gleich den Boulevard entlang. Dann Südring, Brüderstraße, Königsallee, über die Universitätsstraße wieder zum Südring und von dort zum RS1 in Stahlhausen und am Ende zur Kofabrik. Dort wird uns Mischala seinen Ur-Blues spielen, und wir vergeben noch die angekündigten Preise.
Glück beim Radfahren – dafür sind wir hier. Darum wollen wir heute zeigen, wie glückliche Radfahrer:innen aussehen. Und deswegen sagen wir Alle zusammen:
Radfahren macht glücklich!