Dienstag 01.09.26, 09:48 Uhr
Technologiequartier wird Thema im Bochumer Naturschutzbeirat!

Naturschutz und Technologiequartier


Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zur Behandlung der „Erweiterung des Technologiequartiers“ im Naturschutzbeirat: »Die Planung für die „Erweiterung des Technologiequartiers“ steht am 02.09.2026 endlich auf der Tagesordnung des Bochumer Naturschutzbeirats. In der Bezirksvertretung Süd war bereits bei der Einleitung des Planverfahrens im August 2023 kritisiert worden, dass der Naturschutzbeirat, der bei der Unteren Naturschutzbehörde eingerichtet ist, nicht sofort beteiligt worden war.

Dafür passt das Bauvorhaben im Bochumer Süden nun umso besser in die aktuelle Tagesordnung, soll doch in der Sitzung auch das Artenschutzprojekt „Schutz des Feuersalamanders in NRW“ des NABU (Naturschutzbund Deutschland) vorgestellt werden (siehe). Im Gebiet für die Erweiterung des Technologiequartiers findet sich nämlich eine Feuersalamander-Population. Darauf weist ein Warnschild hin, das u.a. von der Stadt Bochum aufgestellt wurde. Da trifft es sich gut, dass es dem NABU-Projekt um den Schutz des Lebensraums dieser bedrohten Art geht.

Damit aber nicht genug: Die „Bürgerinitiative Technologiequartier“ (BITQ) wird im Naturschutzbeirat reden dürfen. Und das ist gut so, denn sie hat sich bei einer Begehung mit einem Biologen vor Ort bereits einen eigenen Eindruck von der Schutzwürdigkeit des kleinen Naturparadieses verschaffen können (siehe Bericht zur Begehung). Die untere Naturschutzbehörde in Bochum hingegen hatte in der Anhörung im Januar 2026 einräumen müssen, von schutzwürdigen Biotopen, Landschaften, Tier/Pflanzenarten bisher nichts zu wissen (siehe damalige Stellungnahme). Offenbar will sie auf den Umweltbericht warten, der erst mit der Offenlegung des Bebauungsplanentwurfs bekannt gemacht wird.

Anders dagegen schon damals in der Anhörung NABU, AKU (Arbeitskreis Umweltschutz Bochum) und BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland): Sie haben sich strikt gegen eine Inanspruchnahme der Fläche ausgesprochen (siehe damalige Stellungnahme).

Da wird die Untere Naturschutzbehörde vielleicht einiges aus der Sitzung des Beirats mitnehmen können, was sie dann bei ihrer Stellungnahme in der nächsten Anhörung berücksichtigen sollte.«

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