Sonntag 05.07.26, 16:47 Uhr
Performative Lesung

Echoes from Black (w)holes: (Form)ularising Singularity


Am 14.07.26 um 18.00 Uhr lädt das Fritz Bauer Forum in Kooperation mit der Amnesty International Hochschulgruppe Bochum zu einer performativen Lesung des Künstlers, Multimedia-Designers und Doktoranden Takudzwa Mukesi ein. In der Inszenierung werden künstlerisches Schaffen mit privater wie postkolonialer Vergangenheitsbewältigung verflochten. Die Veranstaltungssprache ist Englisch; im anschließenden Publikumsgespräch besteht die Möglichkeit, Fragen auf deutsch zu stellen und die Antworten ebenfalls ins Deutsche übersetzt zu bekommen. Der Eintritt ist kostenlos, Spenden sind willkommen (Empfehlung: 5€), der Veranstaltungsort (Feldmark 107, 44803 Bochum) ist barrierefrei. Es folgt der Veranstaltungstext in deutscher Übersetzung, gefolgt von der englischsprachigen Version:

»Diese Präsentation inszeniert eine Form ritueller Forensik, nicht die Rekonstruktion einer einzigen Wahrheit, sondern die Aktivierung von Spuren. Die Stimme wird zu einem Instrument, um zu erahnen, was unter den vorherrschenden Erzählungen fortbesteht, was nachklingt, was sich wandelt, was sich an den Körper anlagert und weiterbesteht. Sie artikuliert die Bedingungen der Aneignung verschiedener Spukphänomene, die ohne Auflösung begraben wurden. Sie schafft Räume; das Publikum wird nicht als passive Zuhörer positioniert, sondern als Zeugen innerhalb dieses Feldes des Entstehens. Hier zuzuhören bedeutet, in die Nähe instabiler Formen zu treten, Ausdrucksformen zu begegnen, die zwischen Offenbarung und Verzerrung oszillieren.

Die Stimme fungiert als Träger von Rückständen. Sie bewegt sich durch den Körper, bevor sie verstanden wird, und registriert sich als Schwingung, Unterbrechung, Dissonanz. Sie schichtet Affekt, Erinnerung und Empfindung auf eine Weise, die über die Sprache hinausgeht.

So ermöglicht sie uns eine Zeitreise und einen Dialog mit der Vergangenheit.

Takudzwa Mukesi ist Multimedia-Designer, Künstler und Forscher und promoviert derzeit in Medienwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. Er hat einen Master-Abschluss in Architektur von der Namibia University of Science and Technology, eine Grundlage, die seinen interdisziplinären Ansatz in Kunst, Design und räumlicher Praxis prägt. Takudzwa ist zudem Kreativdirektor von Xkepticworld und Skhooli, Kunst-, Architektur- und Designhäusern, die afrikanischen Surrealismus und flüchtige rituelle Prozesse als konzeptionelle Rahmen nutzen. Durch diese Praktiken schafft er Werke, die vielfältige menschliche Lebensumstände feiern, darstellen und kritisieren, während er spekulatives Gedächtnis und ritualisierte räumliche Praktiken als Werkzeuge zur Hinterfragung historischer, virtueller und verkörperter Realitäten erforscht.

Eine Veranstaltung des Fritz Bauer Forums in Kooperation mit Amnesty International Hochschulgruppe Bochum

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This presentation stages a form of ritual forensics, not the reconstruction of a singular truth, but the activation of traces. The voice becomes an instrument for sensing what persists beneath dominant narratives, what lingers, what mutates, what attaches itself to the body and continues.Articulating assimilation conditions of different hauntings buried with no resolution. It make spaces in this the audience is not positioned as passive listeners, but as witnesses within this field of emergence. To listen here is to enter into proximity with unstable forms, to encounter expressions that oscillate between revelation and distortion.

Voice operates as a carrier of residue. It moves through the body before it is understood, registering as vibration, interruption, dissonance. Layering affect, memory, and sensation in ways that exceed language.

Allowing us to time travel and be in conversation with the past.

Takudzwa Mukesi is a multimedia designer, artist, and researcher currently pursuing a PhD in Media Studies at Ruhr University Bochum. He holds a Master’s degree in Architecture from the Namibia University of Science and Technology, a foundation that informs his interdisciplinary approach to art, design, and spatial practice. Takudzwa is also the Creative Director of Xkepticworld and Skhooli, art, architecture, and design houses that use African-surrealism and transient ritual processes as conceptual frameworks. Through these practices, he creates work that celebrates, represents, and critiques diverse human conditions, while exploring speculative memory, and ritualized spatial practices as tools for interrogating historical, virtual, and embodied realities.

An event organised by Fritz Bauer Forum in cooperation with Amnesty International Bochum University Group«

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