Das Bochumer Klimaschutzbündnis BoKlima, die BUND Kreisgruppe Bochum und der Arbeitskreis Umweltschutz Bochum AkU nehmen zum Entwurf der kommunalen Wärmeplanung der Stadt Bochum Stellung.
»Vier Punkte sind hierbei zentral:
1. Trotz der beachtlichen Potentiale zur Dekarbonisierung der Fernwärme bleiben die Aussagen hierzu im Entwurf der Kommunalen Wärmeplanung Bochum völlig irrelevant und unkonkret, da keinerlei zeitliche Perspektive der Nutzung der erneuerbaren Energieträgern für den Betrieb des Fernwärmenetzes genannt wird. Nicht Potentiale, sondern Nutzbarmachung von Erneuerbaren schaffen die angestrebte Klimaneutralität!
2. BoKlima, BUND und AkU fordern einen klaren Ausschluss von Wasserstoff als Heizenergie. In der Bochumer Wärmeplanung wäre eine deutliche Positionierung notwendig, um der Illusion von bequemen technischen Lösungen („neue Gasheizung, H2-ready“) die Grundlage zu nehmen.
3. BoKlima, und BUND und AkU halten die Nutzung von Biomasse, z.B. in Form von Verbrennung in einem Holzheizwerk, nur dann für vertretbar, wenn es sich um Nutzung von biogenen Reststoffen handelt. Dazu finden sich in dem Entwurf der Kommunalen Wärmeplanung Bochum keine Aussagen.
4. Bochums Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2035 wird mit der vorliegenden Wärmeplanung faktisch aufgegeben. Mit einem Anteil an der Wärmeerzeugung im Jahr 20351 von 33 % durch Gas, 2% durch Öl und 28 % durch teilweise fossil erzeugter Fernwärme, wird die angestrebte Klimaneutralität allein schon beim Heizen drastisch verfehlt.
Auch zu den Themen:
– Integrierte Planung
– Reduktion des Wärmebedarfs
– Wärmespeicher
– Strom aus erneuerbaren Energiequellen
– geplanter und kommunizierter Rückzug aus dem Gasnetz
– Soziale Dimension der Wärmewende
nehmen BoKlima, BUND und AkU Stellung. Sie fordern insbesondere:
Die Stadt Bochum, muss zum Erreichen des selbstgesetzten Ziels der Klimaneutralität eine breit angelegte Informationskampagne zur Wärmewende starten, um die Zivilgesellschaft mitzunehmen.«
Die vollständige Stellungname in Langform: