Die Initiative Gedenkort Bochum-Bergen lädt am 13. Juni in Kooperation mit der Volkshochschule zu einer Radtour ein unter dem Motto „Gras drüber – Misstraut den Grünflächen!“ Ausgehend vom ehemaligen Lager und künftigen Gedenkort Bochum-Bergen machen wir uns mit dem Fahrrad auf den Weg der osteuropäischen Zwangsarbeiter der Zeche Constantin im Zweiten Weltkrieg: „Erneut begann die Arbeit und wieder gab es Rübensuppe, wieder den Holzklotz an den Beinen, daran erinnere ich mich wie an einen Albtraum“, berichtet 1998 Nikolaj Storoschenko aus Donezk von seiner Kriegserfahrung in Bochum als jugendlicher Zwangsarbeiter auf Zeche Constantin der Große (1942-1945). Welche Spuren der Zeche sind heute noch sichtbar und welche Geschichte erzählen sie?
Auf Bahntrassen, Feldwegen sowie der Wiescherstraße führt uns der Weg zu den ehemaligen Schächten 10 und 4/5 sowie dem Südfriedhof in Herne, dem Ehrenfriedhof für Kriegstote fremder Staaten, vor allem aus der Sowjetunion und Polen. Die Tour endet am ehemaligen Lager für sowjetische Kriegsgefangene im Zillertal, nahe dem heutigen Reit-Fahr- und Zuchtverein Bochum Nord.«
Samstag, 13. Juni
Treffpunkt: 14 Uhr Gedenkort Bochum-Bergen, Bergenerstr. 116c, Infotafel
Dauer bis ca. 16:30 Uhr
Anmeldung: VHS Bochum, 0234 / 910-15 55, vhs@bochum.de, Kurs: M12009B
Teilnahme gebührenfrei