Freitag 24.04.26, 20:32 Uhr
Auch Bochum macht Druck

„NRW-Appell AfD-Verbot JETZT!“ präsent am Tag der Arbeit


Die landesweite Kampagne NRW-Appell: AfD-Verbot jetzt! rückt am diesjährigen 1. Mai die Verteidigung der Demokratie in das Zentrum der Bochumer Maikundgebung vor dem Rathaus. Gemeinsam mit lokalen Partnern wie dem Bochumer „Bündnis gegen Rechts“, den Gewerkschaften, der VVN-BdA Bochum und vielen anderen sollen insbesondere die Menschen mit einem politischen Mandat durch die Vielzahl der Unterschriften der Kampagne dazu aufgefordert werden, endlich die Beantragung eines Verbotsverfahren gegen die AfD voranzubringen.

Der NRW-Apell schreibt: »Der Tag der Arbeit ist für die Kampagne ein zentraler Moment der Mahnung. Historisch war die Zerschlagung der Gewerkschaften am 2. Mai 1933 durch die Nationalsozialisten der entscheidende Schlag gegen die Mitbestimmung und die Freiheit der Beschäftigten, ein brutaler Vernichtungsschlag gegen die Demokratie insgesamt. Der NRW-Appell warnt davor, dass die AfD heute ähnliche autoritäre und völkische Ziele verfolgt, die die Grundlagen unserer solidarischen Arbeitswelt bedrohen.

„Bochum war im Februar 2026 der Auftaktort unserer Kampagne, und von hier aus tragen wir die Forderung nun in die Betriebe und auf die Straßen“, erklärt Ulrich Kriegesmann, Mitglied des Kampagnen-Bündnisses. „Wir wollen die Landesregierung und den Bundesrat auffordern, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Ein AfD-Verbot ist notwendig, um die Instrumente der Demokratie vor ihren erklärten Feinden zu schützen.“

Auf der zentralen Mai-Demonstration in Bochum wird der NRW-Appell mit Unterschriftensammlung, Aufklärung und der Werbung für weitere Vernetzung präsent sein. Wichtig sind den Aktiven die dabei entstehenden Gespräche und Diskussionen.

Der NRW-Appell betont, dass Nordrhein-Westfalen als bevölkerungsreichstes Bundesland eine Schlüsselrolle im Bundesrat einnimmt. Das Ziel ist klar: Die Einleitung eines Verbotsverfahrens beim Bundesverfassungsgericht, um die freiheitlich-demokratische Grundordnung dauerhaft zu sichern. Bisher konnten bereits weit über 80.000 Unterschriften nur in NRW gesammelt werden, auch in vielen anderen Bundesländern gibt es diese Aktion.«