Mittwoch 08.04.26, 08:00 Uhr

Civil Society and Protest in Israel


Am Mittwoch, den 15. April um 18 Uhr lädt das Fritz Bauer Forum zu einer Diskussion über die Zivilgesellschaft und den Protest in Israel ein. Ami Dror ist online zugeschaltet. Das Fritz Bauer Forum schreibt über ihn; »Ami Dror ist israelischer Unternehmer, Pädagoge, Aktivist und Autor. In Ashkelon geboren, entstammt er einer Familie mit Holocaustgeschichte; sein Vater überlebte als rumänischer Jude die Verfolgung. Er war in der jüdischen Jugendbewegung Bnei Akiva aktiv. Er begann seine Laufbahn als Panzerkommandant bei der IDF und trat danach dem Persönlichen Sicherheitsdienst des Shin Bet bei. Von 2000 bis 2003 war er für das israelische Außenministerium in Dublin und Marseille tätig.

2005 gründete Dror XpanD 3D, dessen 3D-Kinotechnologie James Cameron für Avatar einsetzte. 2014 gründete er Zaitoun Ventures, einen Impact-Investmentfonds, der Portfoliounternehmen verpflichtete, mindestens 30 % der Belegschaft aus unterrepräsentierten Gruppen zu besetzen. 2016 zog Dror nach Shanghai und gründete LeapLearner, eine Programmierlernplattform für Kinder. 2018 wurde er von der Shanghai Media Group als einer der zehn brillantesten Unternehmer Chinas ausgezeichnet. Über LeapLearner half er, Programmierschulen für Jugendliche in Sierra Leone, Nigeria und Kenia aufzubauen. 2022 gründete er BriBooks, eine Plattform, auf der Kinder eigene Bücher schreiben, veröffentlichen und verkaufen können. BriBooks wurde von Red Herring zu den 100 vielversprechendsten Technologieunternehmen der Welt gezählt.
2014 wurde Dror Fellow des Henry Crown Fellowship am Aspen Institut; ab 2018 leitet er Führungsseminare in Aspen und an der Harvard University. 2019 co-veröffentlichte er ein Buch über die Erziehung innovativer Kinder aus jüdischer und chinesischer Perspektive.

Zivilgesellschaftlicher Aktivismus
Ab Januar 2023 wurde Dror zur führenden Figur der Protestbewegung gegen die Justizreformen der Netanyahu-Regierung. Er leitete Kundgebungen, trat landesweit als Redner auf und organisierte im Juli 2023 einen Massenmarsch von Tel Aviv nach Jerusalem gegen das geplante Gesetz zur Einschränkung der Verhältnismäßigkeitsklausel. Er verklagte eine Likud-Aktivistin, die Kontaktdaten von Protestführern veröffentlicht hatte, und wurde im August 2023 kurzzeitig von der Polizei festgenommen. Nach dem Hamas-Angriff im Oktober 2023 richtete Dror sein Engagement auf humanitäre Hilfe aus und unterstützte Organisationen wie Brothers and Sisters for Israel und Women Building an Alternative. Am 6. Januar 2026 gab Dror seinen Beitritt zur Demokratischen Partei Israels bekannt und vollzog damit den Schritt vom zivilgesellschaftlichen Aktivismus in die formelle politische Teilhabe.«

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