Freitag 13.03.26, 11:08 Uhr
Erneut Warnstreik bei BOGESTRA

Verwaltung, Kundenzentren, Busse und Bahnen zu Wochenbeginn betroffen 1


In der Tarifrunde für die rund 30.000 Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft zu Wochenbeginn zu einem landesweiten Warnstreik auf. Am ersten Streiktag (Montag, 16. 3.) sind landesweit Beschäftigte in den Verwaltungen und Kundenzentren der Nahverkehrsunternehmen zum Warnstreik aufgerufen. Am zweiten Streiktag (Dienstag, 17. 3.) folgt der Fahrdienst: In allen Regionen Nordrhein-Westfalens werden Busse und Straßenbahnen spürbar von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht stillstehen. Die BOGESTRA kündigt auf ihrer Webseite an, dass der Bus- und Straßenbahnverkehr vollständig eingestellt wird.

ver.di schreibt: »Auch im ver.di Bezirk Mittleres Ruhrgebiet sind Beschäftigte von BOGESTRA, HCR und Vestische zum zweitägigen Warnstreik aufgerufen. Am Montag sind Kundenzentren und Verwaltungen betroffen, hier sind vor allem Störungen in der Bearbeitung von Kundenanliegen und geringe Betriebsstörungen zu erwarten. Am Dienstag werden Busse und Straßenbahnen in den Städten Bochum, Gelsenkirchen, Herne, Bottrop und im Kreis Recklinghausen von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht erheblich eingeschränkt oder gar nicht verkehren. Der Betrieb von S-Bahnen und Regionalzügen ist von der Tarifrunde nicht betroffen.

Hintergrund der Arbeitsniederlegungen sind die laufenden Tarifverhandlungen im kommunalen Nahverkehr mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW). Auch nach zwei Verhandlungsrunden liegt zu den Forderungen der Beschäftigten kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber vor.

„Unsere Forderungen sind lange auf dem Tisch, trotz bisheriger Streiks stellen die Arbeitgeber weiterhin nur Verschlechterungen ins Schaufenster. Wir wollen vor der dritten Verhandlungsrunde noch einmal Druck machen. Dabei stellen wir noch einmal heraus, wie vielfältig der ÖPNV ist. Neben dem Fahrdienst am Dienstag, wollen wir daher am Montag die Beschäftigten in den Verwaltungen in den Fokus rücken. Denn die Zusammenarbeit aller Berufsgruppen macht ein gutes ÖPNV-Angebot erst möglich“ erklärt Michael Hortig, zuständiger Gewerkschaftssekretär im ver.di Bezirk Mittleres Ruhrgebiet.«


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Ein Gedanke zu “Verwaltung, Kundenzentren, Busse und Bahnen zu Wochenbeginn betroffen

  • Patientinnenkollektiv

    Das es weder der Kreisvorstand der Partei Die Linke Bochum, Ratsfraktion der Partei Die Linke Bochum, noch die „Sozialpolitische Sprecherin“ geschafft haben eine PM zu verfassen, oder sich am Streiklokal „blicken ließen“ lässt tief blicken. (Ja, die politischen Mitbewerberinnen waren vor Ort).
    Wurde noch vor der BTW vom damaligen Kreissprecher verkündet: „Die Linke steht ohne wenn und aber an eurer Seite“,https://www.dielinke-bochum.de/aktuelles/news/detail/news/bochumer-linke-besucht-streikende-bogestra-mitarbeiterinnen/ (nein, der Kreisvorstand hatte am Dienstag auch keinen Beschluss gefasst die Kolleginnen vor der dritten Verhandlungsrunde zu unterstützen),
    scheint nach den Wahlen inzwischen vergessen zu sein (wir erinnern euch gerne). Die damalige OB Kandidatin und jetzige stellv. Fraktionsvorsitzende Köllner meinte damals: „Verkehrswende in Bochum dringender denn je!“ https://www.dielinke-bochum.de/aktuelles/news/detail/news/ob-kandidatin-der-linken-verkehrswende-in-bochum-dringender-denn-je/. Im Kommunalwahlprogramm fordert Die Linke: „Rufbusse in nachfrageschwächeren Zeiten, denn die aktuellen Nachtexpresse reichen nicht aus.“ Unter welchen Arbeitsbedingungen dies geschehen soll ist zumindest den „linken“ in Bochum, scheinbar scheißegal. Klar, Büroeröffnungen und Schnittchen beim Frühjahrsempfang im Museum mit Fototerminen und der dazugehörigen Selbstdarstellung, in den sozialen Netzwerken, rauben einem die Kraft….
    Die Grafik wie Gewerkschafterinnen und Arbeiterinnen bei der LTW in Bawü gewählt haben und warum möglicherweise „Die Linke! den Sprung in den Landtag verpasste, erspare ich euch. So wird das nix bei der LTW 2027 in NRW liebe Partei „Die Linke“ Bochum.
    Wir vom Patientinnenkollektiv wünschen den Kolleginnen des ÖPNV viel Kraft beim Kampf um bessere Beschäftigungsbedingungen, damit auch zukünftig ausreichend „Lohnsklavinnen“ ihre Arbeitskraft verkaufen, damit die „Jungrevoluterinnen“ der Partei Die Linke den „Nachtexpress“, natürlich mit besserer Taktung nutzen dürfen – kostenlos selbstverständlich…..manchmal schämt Mensch sich für seine Partei, gut da Rosa Luxemburg das nicht ertragen muss.
    Euer Patientinnenkollektiv