Donnerstag 12.03.26, 08:10 Uhr

Frauenstreik 2026: „Ohne uns steht vieles still.“


Im Aufruf zum Frauenstreik 2026 am 9. März wurde eingeladen, Decken, Kissen, Liegestühle mitzubringen. Und viele der 500 Menschen, die kamen, waren der Aufforderung gefolgt. Die Veranstaltung begann entsprechend mit einer gemeinsamen Entspannungsübung. Dann wurde es kämpferisch. Die Organisatorinnen der Initiative töchter kollektiv machten deutlich: „Ohne uns steht vieles still.“ Die Idee des Streiks ist konkret: „Ein Frauen*streik macht sichtbar, was sonst unsichtbar bleibt. Er zeigt, was passiert, wenn wir unsere Arbeit niederlegen.“

Unterstützt wurde die Idee von der stellvertretenden Bochumer DGB Vorsitzenden Claudia Bonan (ver.di) und ihrer Vorstandskollegin Rebecca Sirsch (GEW). Sie zählten auf, wie vielfältig die Diskriminierung im Arbeitsleben, im Bildungs- und Sozialbereich immer noch ist.
Sehr eindrucksvoll gestaltete sich die Aufforderung an die Teilnehmenden, ans Mikrofon zu kommen und den Satz zu vollenden: „Ich bin wütend…“ Die vielen genannten Beispiele lassen sich in der formulierten Wut zusammenfassen, dass es im Jahr 2026 überhaupt noch notwendig ist, einen Frauenstreik zu organisieren.
Mit viel Begeisterung wurde der Auftritt von Esther Münch begleitet, die es schaffte darzustellen, wie lächerlich häufig männliches Verhalten – aber auch gleichzeitig, wie toxisch es immer wieder ist. Schließlich erhoben sich die Teilnehmer:innen, räumten Decken, Kissen und Liegestühle in die Mitte des Dr. Ruer-Platzes, bildeten einen großen Kreis und ließen sich von Ximena Leon animieren, zu den Rhythmen von „One Billion Rising“ das Ganze als Tanzdemo zu beenden.
Wer sich an der Organisation des Frauenstreiks 2027 beteiligen möchte, kann sich wenden an: frauenstreik.bochum[at]outlook.de

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