Ver.di ruft die Beschäftigten des kommunalen Nahverkehrs am Freitag und Samstag zum Streik auf. In der Pressemiteilung heißt es: »…. Dadurch wird es von Betriebsbeginn bis Betriebsende zu erheblichen Einschränkungen im Bus- und Bahnverkehr in den Städten Bochum, Gelsenkirchen, Witten, Herne, Bottrop und im Kreis Recklinghausen kommen.
Hintergrund ist die laufende Tarifrunde mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband NRW (KAV NW). In der ersten Verhandlungsrunde legten die Arbeitgeber kein Angebot vor. Vor der nächsten Verhandlungsrunde, die am 2. und 3. März stattfinden wird, erhöht ver.di deshalb den Druck.
Im Mittelpunkt stehen Entlastungen für die Beschäftigten: ver.di fordert insbesondere die Reduzierung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich von 39 auf 37 Stunden, verlässliche Ruhezeiten zwischen den Schichten sowie höhere Zuschläge für Sonntagsarbeit.
„Wir setzen große Hoffnung in die zweite Verhandlungsrunde und erwarten, dass die Arbeitgeber endlich ihre Hinhaltetaktik beenden. Sie haben nun die Chance zu zeigen, dass sie zu echten Verhandlungen bereit sind. Dazu gehört ein Angebot, dass unseren Forderungen entgegenkommt. Wir wollen eine Wochenarbeitszeitverkürzung, wie sie in anderen Bundesländern längst Realität ist. Da wir allerdings befürchten, dass die Arbeitgeber erneut von unserer Forderung ablenken und auf Zeit spielen wollen, müssen wir vor der zweiten Verhandlungsrunde mit unseren Warnstreiks noch einmal den Druck erhöhen.“ erklärt Michael Hortig, zuständiger Gewerkschaftssekretär im ver.di Bezirk Mittleres Ruhrgebiet.
Bereits beim letzten Streik beteiligten sich landesweit tausende Beschäftigte. Auch in den Betriebsgebieten von BOGESTRA, HCR und Vestische wird mit deutlichen Auswirkungen auf den Nahverkehr gerechnet. Der Betrieb von S-Bahnen und Regionalzügen der Deutschen Bahn ist nicht betroffen.«