Am Mittwoch, den 28.01.2026 findet ein bundesweiter Hochschulaktionstag statt. Die ver.di Hochschulgruppe schreibt auf ihrer Webseite: »Die Aktiven der RUB haben sich zusammengeschlossen, um auch hier an der RUB ein Zeichen zu setzen. Kommt heraus zum bundesweiten Hochschulaktionstag! Kommt am 28.01.2026 um 11 Uhr zur Kundgebung vor dem Audimax. Im Rahmen der laufenden Tarifrunde und angesichts der Kürzungsvorhaben der Landesregierung geht es jetzt darum, Druck gegenüber den politisch Verantwortlichen von Hochschulleitung bis Wissenschafts- und Finanzministerium zu machen.Wir fordern:
- bedarfsgerechte Ausfinanzierung von Hochschule & Studium!
- Tarifflucht & Outsourcing stoppen – her mit dem Tarifvertrag für studentische Beschäftigte!
- Dauerstellen für Daueraufgaben und Schluss mit dem Befristungswahnsinn!
2023 ist es bereits gelungen, mit dem bundesweiten Hochschulaktionstag ein Zeichen zu setzen, dass auch hier „Arbeit“ geleistet wird und die bessere Bedingungen braucht – denn Arbeits- und Studienbedingungen sind zwei Seiten einer Medaille.
Lasst uns dieses Zeichen erneuern – der aktuelle Spar- und Prekarisierungskurs darf nicht unwidersprochen bleiben.000
Wie es aktuell um die bundesweite Teilnahme am Hochschulaktionstag steht lässt sich hier in Erfahrung bringen: https://hochschulaktionstag2026.de/«
Ver.di NRW erklärt:
»Campus-Branchenstreiktag: ver.di ruft Beschäftigte der Länder in NRW zum Warnstreik auf
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft am Mittwoch, 28. Januar, im Rahmen der Tarifverhandlungen mit den Ländern zum Campus-Warnstreiktag auf. Bundesweit werden in über 60 Städten Beschäftigte aus Hochschulen, Studierendenwerken und Forschungseinrichtungen für ihre Tarifforderungen demonstrieren, an mehr als 40 Standorten werden Warnstreiks stattfinden. Auch in NRW schließen sich Beschäftigte in wissenschaftlichen Einrichtungen landesweit den Arbeitskampfmaßnahmen an. Neben den sechs Universitätskliniken, die bereits am Dienstag in den Warnstreik treten, beteiligen sich am Mittwoch auch Universitäten und Fachhochschulen am Campus-Warnstreiktag.
„Was die Arbeitgeber in den Verhandlungen von sich gegeben haben, empört die Beschäftigten zutiefst“, sagte Frank Bethke, stellvertretender Landesbezirksleiter von ver.di in NRW. „Kein Angebot vorzulegen und gleichzeitig Kürzungen bei der Bildung ins Spiel zu bringen, ist ein Offenbarungseid der Politik.“ In der aktuellen Lage seien mehr, nicht weniger Investitionen in die Bildungseinrichtungen und ihre Beschäftigten nötig.
„Hochschulen sichern wissenschaftliche Kompetenz und qualifizieren dringend benötigte Fachkräfte. Wer beim Personal kürzt, gefährdet die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.“ Die Länder müssten für eine auskömmliche Finanzierung der Hochschulen, Studierendenwerke und Forschungseinrichtungen, für gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung sorgen. „Hält die Bezahlung nicht mindestens mit der Tarifentwicklung im übrigen öffentlichen Dienst Schritt, wird weder bestehendes Personal gesichert noch neue Beschäftigte gewonnen.“
Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte auch in der zweiten Tarifverhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder am 15./16. 2026 Januar kein verbindliches Angebot vorgelegt. ver.di fordert Gehaltserhöhungen von sieben Prozent, monatlich mindestens 300 Euro. Nachwuchskräfte sollen monatlich 200 Euro mehr bekommen und nach erfolgreicher Ausbildung unbefristet übernommen werden. Zudem will ver.di erreichen, dass der Tarifvertrag auch für die etwa 300.000 studentischen Hilfskräfte gilt (TVStud).
Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder werden am 11. Februar in Potsdam fortgesetzt.«