Dienstag 13.01.26, 15:27 Uhr

US-Atomwaffen aus Deutschland verbannen 2


Das Bochumer Friedensplenum erinnert daran, dass vor fünf Jahren am 22. Januar 2021 der UN-Vertrag zum Verbot aller Atomwaffen völkerrechtlich verbindlich in Kraft getreten ist: »Mittlerweile haben ihn 73 Staaten ratifiziert, mehr als 600 Organisationen unterstützen ihn. Deutschland und alle anderen NATO-Ländern und die Atomwaffen besitzenden Länder weigern sich, den Vertrag mitzutragen. Der Rat der Stadt Bochum hat immerhin am 11. 7. 2019 in einer Resolution die Bundesregierung aufgerufen, dem UN-Verbotsantrag zuzustimmen.

Die Friedensbewegung erwartet, dass insbesondere angesichts der aktuellen US-amerikanischen Politik, die Bundesregierung zumindest den Beschluss des Bundestages ernst nimmt, dafür zu sorgen, dass die in Deutschland befindlichen US-amerikanischen Atombomben verschwinden.

Die Gefahr eines Atomkrieges ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Die Regierungen der USA und Russlands drohen offen mit dem Einsatz ihrer Nuklearwaffen. Gleichzeitig hat die Anwendung von sogenannter Künstlicher Intelligenz in den Warnsystemen der Atomstaaten dazu geführt, dass die Zeit, auf Fehlalarme richtig zu reagieren, drastisch gesunken ist.

Die symbolische Weltuntergangsuhr „doomsday clock“ der Fachzeitschrift der internationalen Atomwissenschaftler*innen ist erstmals seit 1947 – soweit- auf 89 Sekunden vor 12 Uhr vorgestellt worden.

Das Bochumer Friedensplenum unterstützt den Kaffeeklatsch der Bochumer Attac-Gruppe am kommenden Sonntag, den 18.1. um 16 Uhr in der KoFabrik, bei dem Dr. Ingrid Farzin von der Bochumer Gruppe der Ärztinnen und Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) über Geschichte und Inhalt des Atomwaffenverbotsvertrags berichtet.«


2 Gedanken zu “US-Atomwaffen aus Deutschland verbannen

  • O²

    Es ist Unsinn mit Atomwaffen zu drohen, da sie kein Drohpotential besitzen.
    Seit jehrer ist die einzige Funktion die Abschreckung von Aggressoren. Wer Menschen ernst nimmt, die mit Atomwaffen drohen, hat einen mangelhaften Hintergrund oder möchte das Thema ganz bewusst in die falsche Richtung führen. Selbst dem TRUMPeltier und Putin ist klar, die Folge eines atomaren Erstschlags wäre der unmittelbare atomare Overkill.

    Wieder mal verbleibe ich in der Hoffnung auf weniger Alarmismus und einer Form des dringend notwendigen Protests, die weniger polarisierend daher kommt. Ansonsten verbleibt das Engagement in der eigenen Blase und verpufft darin, ohne gesamtgesellschaftlich wahr und Ernst genomen zu werden.

  • joe coffee

    oh weh. wieder so viele worte zu atomwaffen. wie kann „ein dringend notwendiger protest“ was verhindern?
    dies schreibt ein alter mann.

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