Donnerstag 08.01.26, 15:28 Uhr
Demonstration am 7. 1. 2026 in Bochum: Völkerecht verteidigen!

Redebeitrag von „Red de Apoyo a Inmigrantes Hispanohablantes (RAIH)“


Rede von: „Red de Apoyo a Inmigrantes Hispanohablantes (RAIH)“
“Es América Latina, la región de las venas abiertas. Desde el descubrimiento hasta nuestros días, todo se ha trasmutado siempre en capital europeo o, más tarde, norteamericano, y como tal se ha acumulado y se acumula en los lejanos centros de poder. Todo: la tierra, sus frutos y sus profundidades ricas en minerales, los hombres y su capacidad de trabajo y de consumo, los recursos naturales y los recursos humanos. El modo de producción y la estructura de clases de cada lugar han sido sucesivamente determinados, desde fuera, por su incorporación al engranaje universal del capitalismo.”


In diesem Abschnitt beschreibt Galeano, dass Lateinamerika eine Region mit offenen Adern sei. Seit jeher diktieren gerne Andere über unser Schicksal, aus vielerlei Gründen. Unter Anderem, um natürliche Ressourcen zu gewinnen und Menschen zu versklaven.
Nosotres formamos parte de la la Red de Apoyo a Inmigrantes Hispanohablantes.. Existimos porque emigrar es mucho más que cambiar de código postal, es enfrentarse a muchos desafíos. En Bochum, esa realidad tuvo una respuesta: Somos una comunidad de personas que, al igual que muchos de ustedes, un día llegamos a Alemania con una maleta llena de sueños y muchas preguntas. Nuestra red nació de la convicción de que nadie debería navegar este proceso solo. Pretendemos ser un espacio de encuentro, plural, diverso, solidario para quienes hablamos español en esta ciudad y sus alrededores.
Wir sind Teil des Netzwerks von und für Spanisch sprechende Menschen. Wir existieren, weil Migration weit mehr ist als nur eine Adressänderung; sie bedeutet, sich zahlreichen Herausforderungen zu stellen. In Bochum hat diese Realität eine Antwort gefunden:
Wir sind eine Gemeinschaft von Menschen, die, ebenso wie viele von euch, eines Tages mit einem Koffer voller Träume und vielen Fragen in Deutschland ankamen. Unser Netzwerk ist aus der Überzeugung heraus entstanden, dass niemand diesen Prozess alleine bewältigen sollte.
Wir möchten ein pluraler, vielfältiger und solidarischer Begegnungsraum für alle sein, die in dieser Stadt und ihrer Umgebung Spanisch sprechen
1948: Costa Rica, 1952: Guatemala, 1954: Guatemala, 1959-1962: Cuba, 1961: República Dominicana, 1964: Brasil, 1970–1973: Chile, 1971: Bolivia, 1976: Argentina, 1981–1990:
Nicaragua, 1989–1994: Panama, 1991: Haiti, 1994–1995: Haiti, 2002: Venezuela, 2004: Haiti, 2009: Honduras, 2019: Bolivia, 2019–presente: Venezuela
Estas son todas las ocasiones en las que Estados Unidos intervino en un cambio de gobierno en América Latina desde la Segunda Guerra Mundial. O, mejor dicho, todas las ocasiones que conocemos nosotres. Las consecuencias siempre son violentas y el motivo siempre es lucrarse de nuestras riquezas. Desde 1492 la historia se repite para América Latina.
Estamos aquí en solidaridad con el pueblo venezolano y no podemos ser tan ingenues de ignorar que atrás de cada proclama de libertad que viene desde USA, lo que hay es un olor penetrante a petróleo y otros recursos naturales. Venezuela tiene la desgracia de ser demasiado rica en todo eso, y el imperialismo no lo perdona: no quiere democracia, quiere el control.
Latinoamérica está cansada de que le digan desde USA y la UE cómo tiene que vivir; la autodeterminación no es una palabra de diccionario, es el derecho sagrado a equivocarnos nosotres mismes sin que imperialistas y neocolonialistas vengan a dar cátedra con una espada en la mano.
Más allá de un ataque a un país, eso es un intento de desestabilización de toda la región. La comunidad internacional, en especial el gobierno alemán, debe posicionarse contra ese ataque.
Esto es lo que exigimos hoy aquí al Gobierno alemán: 1. el reconocimiento oficial de que Estados Unidos violó el derecho internacional vigente, 2. una declaración de que Alemania no apoyará este comportamiento y 3. consecuencias diplomáticas para Estados Unidos.
¡Estamos aquí como personas que exigen solidaridad con el pueblo venezolano!
Wir stehen in Solidarität mit dem venezolanischen Volk und dürfen nicht so naiv sein, zu ignorieren, dass hinter jeden/r Ausruf/Proklamation von Freiheit, die aus den USA kommt, ein stechender durchdringender Geruch nach Erdöl und anderen natürlichen Ressourcen begleitet steckt. Venezuela hat das Pech, von diesen zu viel zu besitzen in all dem übermäßig reich zu sein, und der Imperialismus verzeiht dies nicht: Er will keine Demokratie, er will die Kontrolle.
Lateinamerika hat es satt, dass ihm von aus den USA befohlen wird, diktiert wird, wie wir zu leben haben. Die Selbstbestimmung ist kein bloßes Wort aus dem Wörterbuch, sie ist das heilige Recht, unsere eigenen Fehler zu machen, ohne dass Imperialist:innen und Neokolonialist:innen mit einem Schwert in der Hand daherkommen, um uns Vorträge zu halten.
Das ist mehr als ein Angriff auf ein Land. Das ist ein Versuch, die gesamte Region zu destabilisieren. Die internationale Gemeinschaft, insbesondere die deutsche Regierung, muss sich gegen diesen Angriff positionieren.
Das ist, was wir heute hier von der Deutschen Regierung fordern: 1. Eine offizielle Anerkennung davon, dass die USA gegen geltendes Völkerrecht verstoßen haben, 2. eine klare Aussage, dass Deutschland dieses Verhalten nicht unterstützen wird und 3. diplomatische Konsequenzen für die USA!
Wir sind hier als Venezolaner:innen und als Menschen, die Solidarität mit dem venezolanischen Volk fordern!
Ich komme aus Colombia, Kolumbien aber bin auch hier aufgewachsen. Venezuela ist ein direktes Nachbarland von Kolumbien und uns verbindet viel migratorische Geschichte. Wir erleben direkt mit, wenn es dem anderen schlecht geht und aktuell entscheidet weiterhin nicht die venezolanische Bevölkerung über die eigene Zukunft auf eine demokratische Art.
Denn das ist bei diesem Angriff durch die US keineswegs Ziel der Sache. Wie Galeano in den Offenen Adern Lateinamerikas sagte: LA ECONOMÍA NORTEAMERICANA NECESITA LOS MINERALES DE AMÉRICA LATINA COMO LOS PULMONES NECESITAN EL AIRE – DIE NORDAMERIKANISCHE WIRTSCHAFT BRAUCHT DIE MINERALIEN LATEINAMERIKAS WIE IHRE LUNGEN DIE LUFT ZUM ATMEN
Die Venezolanische Bevölkerung hat nach US-Wünschen zu tanzen .. SONST ! Ich dachte, wir seien frei von Kolonialismus seit ungefähr 1810 – doch die Grenzen von Recht und Demokratie wurden verschoben. Ist Kolumbien als nächstes? oder México? Cuba? Grönland? und und und
Der russische Ex-Präsident sagte, er könne sich eine Entführung unseres dt BK auch vorstellen. Glaubst du nicht? – Das haben wir auch nicht gedacht, dass so etwas heutzutage einfach so möglich sei ohne Konsequenzen.
Tja und jetzt sitzen wir hier. Also nicht wir, sondern die in Venezuela, oder auch meine Familie in Bogotá, Colombia. Ab und an zitternd, weil sie vielleicht als nächstes sein könnten. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt und der Kampfgeist ebenso.
Petro, der demokratisch gewählte kolumbianische Präsident, sagt bezüglich der USA die Dinge, wie sie sind. Recht plump meist. Doch besser als „ähh die Sachlage ist komplex, eine komplexe Auslegung des Völkerrechts ähhh ..“
Völkerrecht ist keine Empfehlung meine Guten. Danke