Sonntag 28.09.25, 15:32 Uhr

Verkehr †


Ein Tempolimit von 120 km/h auf deutschen Autobahnen würde jährlich rund 53 tödliche Unfälle mit 58 Todesopfern, 649 schwere Unfälle mit etwa 904 Schwerverletzten sowie 801 leichte Unfälle mit etwa 1.375 Leichtverletzten verhindern. Die dadurch eingesparten Unfallkosten beliefen sich auf etwa 216 Millionen Euro pro Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Maike Metz-Peeters, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik und Angewandte Ökonometrie an der Ruhr-Uni. Näheres.

Die Pressestelle der RUB schreibt in ihrem Bericht über die Studie u.a.: „Die deutschen Autobahnen sind für viele Fans des Gaspedals ein Eldorado, denn in keinem anderen europäischen Land darf man auf vielen Autobahnabschnitten so schnell fahren wie hier – nämlich unbegrenzt schnell.“

Eine kleine Ausnahme gibt es allerdings doch. Auch auf der Isle of Man gibt es keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Hier finden sogar regelmäßig Motorradrennen auf öffentlichen Verkehrsstraßen statt. Bei den Isle of Man Tourist Trophy (TT)-Rennen sind seit 1911 insgesamt über 260 Fahrer gestorben. (Quelle)
Die Pressestelle der RUB verzichtet auch darauf zu erwähnen, dass es noch weitere Staaten auf unserem Globus gibt, die keine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Schnellstraßen kennen: Nordkorea, Somalia, Afghanistan oder Haiti. Hier gibt es allerdings auch keine Straßen, auf denen gerast werden kann.

Das Statistische Bundesamt hat in dieser Woche veröffentlicht: Im Jahr 2024 gab 2.512.697 erfasste Straßenverkehrsunfälle in Deutschland mit 364.993 Verletzten und 2.770 Toten. (Quelle)