Samstag 13.09.25, 14:29 Uhr
Das war Rot-Grün in Bochum (Ende)

Gelingt in Bochum ein Perspektiven-Wechsel?


Morgen sind nun die Wahlen und damit endet auch die Serie „Das war Rot-Grün in Bochum“. Und hoffentlich endet damit auch die Serie negativer Erfahrung für bürgerschaftliches Engagement in dieser Stadt. Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Dinge besser werden, ist es natürlich, radikalen Rechten und völkisch-rassistischen Kräften entschieden entgegenzutreten. Die Losung bleibt „Keine Nazis in den Rat und die Bezirksvertretungen“! Aber das reicht nicht! Wenn wir nicht wollen, dass die Feinde der Demokratie weiter an Boden gewinnen, dann müssen die demokratischen Parteien aus der vergangenen Legislatur die Lehre ziehen, dass Bewegung und Engagement nicht Infragestellung des parlamentarischen Betriebes oder gar Störung sind, sondern Gewinn und Ausdruck einer Demokratie des 21. Jahrhunderts. Diese braucht neue Formen der Zusammenarbeit und des politischen Diskurses. 

Das große Interesse an der vom Initiativenbündnis ‚Bochum gemeinsam‘ veranstalteten Wahldiskussion in der Rotunde hat gezeigt, dass wir in dieser Stadt einen Perspektivenwechsel brauchen, und dass dieser eine Stärkung der politischen Debatte sein kann. Es geht in den kommenden fünf Jahren um grundsätzliche Entscheidungen in der Stadtentwicklung, die das sachliche Ringen um die besten Lösungen braucht, mit all dem Engagement und der Expertise, die diese Stadt zu bieten hat. Bochum gemeinsam formuliert dies in seinen Grundsätzen so: »Wir wollen eine andere politische Kultur in dieser Stadt. Wir erwarten von Politik und Verwaltung, dass sie zuhören, Bewohner:inneninteressen einbeziehen und sie ernst nehmen. Wir wollen eine politische Kultur, in der Partizipation nicht nur ein leeres Versprechen ist! Partizipation wird ein verbindlicher Bestandteil der demokratischen Strukturen, in denen Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft die Stadt gemeinsam gestalten.«
Die Serie „Das war Rot-Grün in Bochum“ wird hier dokumentiert.