Als vor vierzig Jahren die Westtangente – also der Westteil der Stadtautobahn – gebaut wurde, gab es keine Skrupel, dafür das Heusnerviertel abzureißen. Seit 15 Jahren wird ein Radschnellweg von Duisburg nach Hamm geplant: der RS1. Die Stadt Bochum hat es auch in der zu Ende gehenden Legislaturperiode nicht geschafft, einen verbindlichen Plan für die Führung des Radschnellweges durch die Bochumer Innenstadt zu erstellen. Hindernis sind hier allerdings nicht Häuser, die abgerissen werden müssen, sondern die mangelnde Bereitschaft von Politik und Verwaltung, für diesen Radschnellweg auch nur Parkplätze zu streichen oder gar den motorisierten Individualverkehr zu beeinträchtigen.
Klaus Kuliga hat heute auf seinem kritischen Fahrrad-Blog bovelo einen Beitrag über die Trassenplanung des RS1 in Bochum von 2010 bis 2025 veröffentlicht. Er erinnert daran, dass erste Planungen vom Jahr 2020 ausgingen, in dem der RS1 fertig sein sollte. Es gibt bis heute nicht einmal eine Entscheidung an welchem Punkt der RS1 von Bochum nach Dortmund weitergehen soll.
Bovelo: RS1: Die Trassenplanung in Bochum von 2010 bis 2025
Die Serie „Das war Rot-Grün in Bochum“ wird hier dokumentiert