Donnerstag 28.08.25, 21:26 Uhr
Das war Rot-Grün in Bochum (25)

Gerthe-West und was aus der Bürgerbeteiligung (nicht) geworden ist


Nicht nur viele neue Namen hat das große Bauvorhaben Gerthe-West bekommen – immerhin sollten 800 neue Wohnungen in Gerthe entstehen –, auch viel Lob für die umfangreiche Bürgerbeteiligung mit hochkarätig besetztem Begleit- und Empfehlungsgremium, mehreren Planungswerkstätten, z.T. unter Corona im RuhrCongress und vielen leidenschaftlichen Diskussionen. Das vom Rat beschlossene umfangreiche und teure Beteiligungsverfahren mit externer Moderation und versierten Expert*innen sollte Vorbildcharakter haben.
Und jetzt: alles für die Katz, die mit viel Mühe erarbeiteten Positionen – vergeblich.

Die ‚nachbearbeitete‘ Variante der Bauverwaltung im Juli bedeutet: Aufstockung, Verdichtung sowie kein Erhalt der Relikte des ehem. Zwangsarbeiterlagers, wie gemeinsam beschlossen.

Fazit: Nicht das, was gemeinsam von Politik, Verwaltung und Bürgerschaft erarbeitet und abgestimmt wurde und was die Fachleute empfohlen hatten, sondern nur das, was die Bauverwaltung wollte, ist übriggeblieben und wurde im beschleunigten Verfahren abgenickt.

Bürgerbeteiligung ist toll – aber nur, wenn man die gemeinsam erarbeiteten Vorschläge auch ernst nimmt und umsetzt!

Die ‚BI Gerthe-West – So nicht!‘ setzt sich weiter für die Umsetzung der gemeinsam erarbeiteten Vorschläge ein und ist Mitglied im ‚Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung‘.

Die Serie „Das war Rot-Grün in Bochum“ wird hier dokumentiert