In dieser Woche wurde im Fritz Bauer Forum die Ausstellung „Die Rosenburg – Das Bundesjustizministerium im Schatten der NS-Vergangenheit“ eröffnet. Im Rahmenprogramm der Ausstellung findet am Dienstag, den 24. 6. um 18 Uhr ein Vortrag von Prof. Ingo Müller statt. Der Titel des Referates: „Die Nachsicht westdeutscher Gerichte mit den Nazis“. Der Jurist Fritz Bauer hat mit seiner Feststellung, das „Dritte Reich“ sei gar nicht „hochverratsfähig“, dem NS-Staat jede Legitimität abgesprochen. Wie allein er damit stand und in schroffem Gegensatz zur damaligen Rechtsprechung, speziell des Bundesgerichtshofs und seines Präsidenten Hermann Weinkauff, soll anhand einiger Beispiele dargestellt werden.
Ingo Müller, pensionierter Professor für Straf- und Strafprozessrecht ist Autor von Veröffentlichungen vorwiegend zur Justizgeschichte. Am bekanntesten, mit Übersetzungen ins Englische, Chinesische, Spanische und Schwedische: ist sein Buch „Furchtbare Juristen“.
