Donnerstag 09.06.16, 10:00 Uhr

Eine Bildergeschichte zur „ Schilda“-Trasse


Wenn Autofahrende auch nur gering beeinträchtigt werden, wird sorgsam darüber berichtet, wenn Radfahrende oder Fußgänger:innen betroffen sind, gibt es keine Infos. Die erfahren erst, von der Sperrung, wenn sie nicht weiterkommen. Ein exemplarisches Beispiel ist die vorübergehende Sperrung der bis zum Bau der Brücke über die A 448 erforderliche Umleitung der Opeltrasse in Steinkuhl. Dazu eine Bildergeschichte:

Die Umleitung der Opeltrasse (blau) zwischen Markstraße und Steinkuhlstraße ist entlang einer Feuchtwiese und durch einen Wald und gelegt worden. Dieser Waldweg…

Dieser von der Markstraße abgehende Waldweg und damit die Umleitung ist am 01.06.2026 gesperrt worden. Im Weg werden Kabel verlegt. Der Rad- und Fußverkehr wird nun über Markstraße, Schadowstraße und Steinkuhlstraße zur Opeltrasse umgeleitet. Konkrete Informationen zu der bevorstehenden Sperrung der Opeltrasse – Fehlanzeige! Auf der Stadtwerke-Seite gab es am 28.05.2026 zwar einen Hinweis auf eine Sperrung des von der Markstraße durch den Wald zur Schadowstraße führenden Fußwegs. Zu den Auswirkungen auf den Radverkehr auf der Opeltrasse-Umleitung aber kein Wort!

Überraschen konnte das in Steinkuhl aber nun niemanden. Hier ist man das so gewöhnt. Wie hieß es doch aus dem Rathaus vor dem Bau der bis zum Brückenschlag über die A 448 geschaffenen Umleitung zur Opeltrasse: Informieren? Sie sehen doch, wenn gebaut wird.

Sperrung Waldweg von Steinkuhlstraße kommend

Überrascht waren dann aber die Radfahrenden, die aus Westen kommend die Stenkuhlstraße überquerten und nach mehr als halber Strecke auf der Umleitung auf den Waldweg zur Markstraße einbiegen wollten. Ihre Weiterfahrt durch den Waldweg war hier abrupt durch die Baustellensperrung versperrt. Der Rad- und Fußverkehr wird über den Fußweg (grün) zur Schadowstraße hoch umgeleitet.

Die am Wald Gestoppten fragten sich, warum es nicht bereits an der Zufahrt zur Opeltrasse nach Osten unmittelbar hinter der Querung Steinkuhlstraße eine Sperrung gab – oder zumindest einen Hinweis darauf, dass die Durchfahrt zur Markstraße nicht möglich war. Hier gibt es keinen Hinweis.

Ein Schild mit dem Hinweis, dass eine Durchfahrt zur Markstraße nicht möglich ist, finden nur die Radfahrenden, die von der Schadowstraße kommend die Steinkuhlstraße herunterfahren – und zwar unmittelbar vor Querung der Steinkuhlstraße.

Für die von Westen auf der Opeltrasse Kommenden war dieses Schild neben der Querung nicht einsehbar. Sie mussten also von freier Fahrt bis zur Markstraße ausgehen.

Erst recht verwundert dürfte gewesen sein, wer an der Steinkuhlstraße – auch ohne Hinweis auf die später folgende Sperrung des Waldweges – die Opeltrasse verlassen hat und als Weg zur Markstraße den kleinen Anstieg der Steinkuhlstraße zur Schadowstraße und dann dieser folgend gewählt hatte.

Der hinter der Grillostraße von der Schadowstraße abzweigende, durch ein entsprechendes Verkehrsschild nur dem Fußverkehr vorbehaltene Weg runter zur Baustelle im Wald war ist nämlich mit einem Schilderwald aufwendig gesperrt – und zwar für zu Fußgänger:innen und Radfahrende, obwohl die hier ohnehin nicht fahren dürfen.

Ob diese Sperrung nicht besser am Opeltrassen-Zugang an der Steinkuhlstraße Richtung Osten nach Querung der Steinkuhlstraße erfolgt wäre?

Aus Westen kommende Radfahrende müssten nicht erst einen langen Weg bis zur Baustelle im Wald zurücklegen, um von dort dann auf den Fußweg zur Schadowstraße geleitet zu werden. Sie könnten an der Querung der Steinkuhlstraße gleich den kleinen Anstieg hoch zur Schadowstraße und dieser folgend bis zur Markstraße nehmen.

Die Kabelverlegungsarbeiten scheinen in dem gesperrten Waldweg mittlerweile nahezu abgeschlossen zu sein. Offenbar werden die Arbeiten auf der Markstraße im Zugang zum Waldweg fortgesetzt. Wann die Sperrungen aufgehoben werden – wer weiß …

Das Netzwerk ist gespannt, was sich die Stadt Bochum oder ihre Beteiligungsgesellschaften bei der Opeltrasse wohl als nächsten Schildbürgerstreich einfallen lassen werden.