Dienstag 05.01.16, 20:15 Uhr
Die Linkspartei zum Fall Kambouri:

Die Polizeipräsidentin soll
nicht länger verharmlosen


Anlässlich der neuerlichen Stellungnahme der Bochumer Polizei zu den öffentlichen Äußerungen von Tania Kambouri über vermeintlich gefälschte Statistiken durch das BKA, erklärt der Kreissprecher der Bochumer Linken Amid Rabieh: „Offensichtlich hat Frau Kambouri ihre ganz eigenen Wahrheiten in Bezug auf Migrantinnen und Migranten, die jedoch durch Zahlen und Fakten nicht belegt werden können. Ihre neuerlichen Äußerungen zu der vermeintlichen Beschönigung von Statistiken durch das BKA bestärken den Eindruck, dass ihre persönlichen Vorurteile gegenüber Migrantinnen und Migranten ihre Dienstausübung beeinflussen. Wer sich bei polizeiliche Maßnahmen an Religion und nationaler Herkunft orientiert (sog. ethnisches Profiling) ist für den Streifendienst ungeeignet.
Die kulturrassistischen Äußerungen in ihrem  Buch‚ Deutschland im Blaulicht: Notruf einer Polizistin ‘, und in der Presse sind auch nicht reine Privatsache. Frau Kambouri profiliert sich medial gerade mit vermeintlich authentischen Berichten aus ihrem polizeilichen Alltag. Sie posiert für das Titelbild ihres Buches in Dienstuniform. Insofern ist es ein unverständliches Verhalten der Polizeipräsidentin, wenn sie die Äußerungen von Frau Kambouri als reine Privatsache tituliert.
Wir erwarten von der Bochumer  Polizeipräsidentin, dass sie  ihre verharmlosende Haltung bezüglich der Äußerungen von Frau Kambouri korrigiert.«