Montag 02.04.18, 13:11 Uhr

Rote Karte für die MLPD

Die Marxistisch Leninistische Partei Deutschlands sorgte am heutigen Montag bei der Auftaktkundgebung der letzten Ostermarschetappe für einen Eklat. Obwohl das Ostermarschkomitee als auch das Bochumer Friedensplenum ihr mitgeteilt hatte, dass es ihr untersagt ist, einen Infostand aufzubauen, setzte sie sich darüber hinweg. Diskussionen halfen nichts. Auch als die Polizei auf Bitten der Veranstalter die Partei aufforderte, den Stand zu räumen, bestand die MLPD darauf, dass die Polizei Stand und Materialien einsammelte.

Den Hintergrund der Geschichte bildet eine massive Störung des Ostermarsches im vergangenen Jahr. Die MLPD war mit einem eigenen Lautsprecherwagen in den Ostermarsch hineingefahren und hatte  – teilweise erfolgreich – versucht die Ansagen der Veranstalter zu übertönen. Daraufhin war der MLPD mitgeteilt worden, dass sie als Organisation unerwünscht ist. Die Teilnahme einzelner Mitglieder ist davon nicht betroffen.
Für das Bochumer Friedensplenum ist es absolut unüblich in solchen Situationen die Polizei um Hilfe zu bitten. Die Erfahrung mit der MLPD hat in den letzten zehn Jahren allerdings gezeigt, dass es keine praktikable Alternative gibt. Die MLPD hat mit solchen Lautsprecherattacken die große Menschenkette gegen Rassismus vor zwei Jahren gestört. Vor fünf Jahre gab es den gleichen Ärger bei der bundesweiten Umfairteilen-Demonstration in Bochum. Besonders dreist war im Januar 2015 die MLPD-Lautsprecher-Störung einer Schweige-Mahnwache zum Anschlag  auf die Redaktion von Charlie Hebdo.

 
 
 
 


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