Freitag 23.02.18, 08:02 Uhr
Projektkurs nimmt Verwahrlosung von Zwangsarbeitergräber nicht hin

Respektlos gegenüber den Verstorbenen

Ein geschichtlicher Projektkurs der Hildegardis Schule und des Goethe Gymnasiums hat am Volkstrauertag des letzten Jahres die zentrale Gedenkfeier der Stadt gestaltet und dabei mit einer beeindruckenden Präsentation auf den erbärmlichen Zustand der Zwangsarbeitergräber auf dem Blumenfriedhof hingewiesen. Die Projektgruppe hat jetzt eine Webseite veröffentlicht, auf der sie über ihre Arbeit berichtet. Hier heißt es u. a.: “Kein Mensch hat es verdient auf einem verwahrlosten Gräberfeld bestattet zu sein. Doch leider ist genau dies auf dem Blumenfriedhof in Bochum der Fall. 307 sowjetische Zwangsarbeiter wurden dort vor über 70 Jahren bestattet und sind mit der Zeit immer mehr in Vergessenheit geraten, genauso wie ihre Grabstelle.” “Bei unserem ersten Besuch auf dem Gräberfeld stand uns der Schock ins Gesicht geschrieben. Den Zustand dort empfanden wir als respektlos gegenüber den Verstorbenen und wussten sofort, dass es unsere Pflicht ist, etwas zu ändern.” Zur Webseite des Projektkurses.

 
 
 
 


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