Mittwoch 20.12.17, 19:44 Uhr

Unglaublicher Mitgliederschwund

In dem kürzlich veröffentlichten statistischen Jahrbuch 2017 der Stadt Bochum ist nachzulesen, dass im Jahr 2016 nur noch 59 Prozent der BochumerInnen Mitglied in der evangelischen oder katholischen Kirche waren. Der Vatikan führt mit 30,1 Prozent knapp vor der EKD mit 28,9 Prozent.  Im Jahr 1953 waren noch 92,1 Prozent der Bochumer EinwohnerInnen in den beiden staatlich subventionierten Großkirchen organisiert. Wenn der Trend sich fortsetzt, wird der Anteil der Mitglieder der beiden Kirchen an der Bochumer Gesamtbevölkerung im Jahr 2023 unter 50 Prozent liegen.
Im Jahr 1975 wurde das stärker katholische Wattenscheid mit Bochum zwangsvereint. Das erklärt den Knick in den Verlaufskurven. Dass die kath. Kirche viele Jahre lang weniger Schwund zu verzeichnen hatte als die evangelische Kirche, ist maßgeblich durch den Zuzug von Arbeitsmigrantinnen aus dem vorwiegend katholischen Südeuropa zu erklären.
Datenquelle sind die statistischen Jahrbücher der Stadt Bochum.

 
 
 
 


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