Dienstag 18.10.16, 11:23 Uhr
80. Jahrestag der Ermordung des Widerstandskämpfers Karl Springer

Erinnerung an die GESTAPO-Morde
im Bochumer Polizeipräsidium

Am Freitag 21.10.2016, findet eine Gedenkveranstaltung der VVN-BdA zur Erinnerung an die Morde der Gestapo in Bochum statt. Konkreter Anlass ist der 80. Jahrestag der Ermordung der Widerstandskämpfer Karl Springer, Bochum (Foto) und Benno Klier, Essen durch Gestapobeamte im Bochumer Polizeipräsidium. Die Veranstaltung beginnt um 17.00 Uhr im Innenhof des Polizeipräsidiums. Treffpunkt ist ab 16.45 der Schillerplatz. Es spricht Norbert Arndt, Gewerkschaftssekretär ver.di Bochum-Herne. In dem Einladungsflugblatt heißt es u. a.:
»Im Herbst 1936 gelang es der Gestapo, eine große Widerstandsgruppe gegen den Faschismus zu zerschlagen. In der „Hochverratssache gegen Springer und andere” wurden insgesamt 50 Männer und zwei Frauen aus Bochum, Wattenscheid, Dortmund, Schwerte, Herne, Hattingen und Essen verhaftet. Bei den Verhören durch die Gestapo im Bochumer Polizeipräsidium wurden brutalste Methoden angewendet. Karl Springer (41) wurde von Gestapo- Beamten schwer gefoltert und misshandelt. Sein ebenfalls verhafteter Schwager Hermann Senff konnte in seiner Zelle die Schreie von Karl Springer hören. Die erlittenen Misshandlungen waren so schwer, dass Karl Springer am 18. Oktober 1936 im Bochumer Polizeigefängnis verstarb.
Der Bahnarbeiter Benno Klier (36) aus Essen-Kupferdreh starb 4 Tage später ebenfalls nach schwersten Folterungen durch Gestapobeamte im Bochumer Polizeipräsidium. Beide hatten sich zusammen mit vielen anderen in Flugblättern und Schriften gegen die Hitler-Diktatur engagiert und eine KPD-Organisationsstruktur aufgebaut. „Vorbereitung zum Hochverrat” hieß das im Sprachgebrauch von Gestapo und Nazijustiz. Während Karl Springer und Benno Klier schon die Gestapoverhöre und -prügelattacken nicht überstanden, wurde den anderen 50 Häftlingen der Prozess vor dem Oberlandesgericht gemacht. Sie wurden zu langen Haftstrafen verurteilt.«

 
 
 
 


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