Dienstag 23.02.16, 11:09 Uhr

Bezahlbare Wohnungen schaffen!

In der Wohnungspolitik sieht die Soziale Liste einen besonderen Schwerpunkt zur weiteren, auf die Zukunft gerichtete. Dies müsse sich auch in den Zielsetzungen zum Handlungskonzept Wohnen in Bochum widerspiegeln, die z. Z. diskutiert werden. Insbesondere müsse die Schaffung von „mehr bezahlbaren Wohnraum“, wie es der Deutsche Städtetag aktuell fordert, ein wesentlicher Zielpunkt auch in Bochum werden. “In Bochum”, so die Soziale Liste, “hat der soziale Wohnungsbau einen beispiellosen Niedergang erfahren. Waren im Jahr 2004 noch 25.000 Sozialwohnungen in Bochum vorhanden, werden es 2017 nur noch 11.000 sein. Auch der aktuelle Leerstand von über 9.000 Wohnungen im Stadtgebiet ist nicht hinnehmbar.” „Die öffentliche Hand ist zum Eingreifen in den Wohnungsmarkt aufgerufen, auch vor dem Hintergrund des Zuzuges von Flüchtlingen, die menschenwürdige Wohnungen brauchen“, fordert die Soziale Liste. Es muss auch verhindert werden, dass der Nachholbedarf im sozialen Wohnungsbau von Investoren genutzt wird, hohe Profite aus der Wohnungsnot zu schlagen. Da die „Wohnungswirtschaft“, auch die VBW, wenig Interesse am sozialen Wohnungsbau zeigt, sieht die Soziale Liste außerdem die Notwendigkeit eines höheren Engagements der Stadt Bochum in dieser Frage. Über die Gründung einer städtischen Wohnungsbau-Genossenschaft sollte nachgedacht werden. Auch die Schaffung einer Satzung zum Schutz und Erhalt von Wohnraum, wie sie in Köln und Münster erfolgte, ist für Bochum sinnvoll. „Weiterhin sollen städt. Grundstücke für den Wohnungsbau nur noch bei einer 25%tigen Quote für den sozialen Wohnungsbau abgegeben werden“, so die Soziale Liste Bochum.

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23. Feb. 2016, 19:18 Uhr

LeserInnenbrief von Ralf Feldmann:

Eine Satzung gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum wie in Köln und Münster wäre ein Mosaikstein zur Behebung der Wohnungsnot. Sie würde auch gegen Leerstände etwas ausrichten können. Die Sozialen Liste könnte mit gutem Beispiel vorangehen und auf ihre Mitglieder einwirken, die im DDR-KABINETT e.V seit längerem Wohnraum für ihr DDR-Museum zweckentfremden. Die 4-Zimmer-Wohnung in Wattenscheid wäre etwa für eine Flüchtlingsfamilie mit Kindern gut geeignet. Zumal die Wohnung nach einer Mitteilung der Bauverwaltung, wie Radio Bochum unlängst berichtete, eher als Lager denn als Museum genutzt werde. Also Soziale Liste und Genossen:Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!


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