Donnerstag 21.05.15, 18:34 Uhr

Demokratische Autonomie in Rojava

Am  29.5. lädt die Antifaschistische Linke Bochum in Kooperation mit dem Verband der Studierenden aus Kurdistan um 18.30 Uhr im Alsenwohnzimmer, Alsenstr 27 zu einer Veranstaltung ein zum Thema: “Demokratische Autonomie in Rojava.” In der Einladung heißt es: »Am 26. Januar gelang es, die seit über einem viertel Jahr belagerte Stadt Kobanê wieder unter die Kontrolle der demokratisch legitimierten VolkvertreterInnen Westkurdistans zu bringen. Voraus gegangen waren erbitterte Kämpfe mit dem sogenannten „islamischen“ Staat.
Doch schon 2013 hatte sich in den Wirren des Bürgerkriegs die Region im Norden Syriens (kurdisch: Rojava) von den vorherrschenden Gesellschaftlichen Zuständen und dem syrischen Staat losgesagt. Es wurde unter mehrheitlich kurdischer Initiative ein neues Gesellschaftsmodell aufgestellt. Nach jahrelanger Unterdrückung durch das Baath-Regime Assad’s brannte die Bevölkerung nach Freiheit und Mitbestimmungsrecht. Doch viel mehr als eine Sensationsorintierte Berichterstattung über den Kampf um Kobanê fand sich in den bürgerlichen Medien Europas nicht wieder. Dabei geht es um viel mehr als nur die militärische Verteidigung des Kantons.Um euch auf diesem kleinen Flyer einen kurzen Umriss des weltpolitischen Gewichts der Revolution zu geben zitieren wir an dieser Stelle die Journalistin Metin Yegin – sind fand die passenden Worte:
„Die Schablone des Nationalstaats wird über Rojava gelegt. Alternative Ansätze einer Organisierung der Gesellschaft jenseits von Staat, Macht und HERRschaft, die Rojava verkörpern, werden auf diese Weise unsichtbar gemacht. Die aufflammende Revolution Rojava leistet nicht nur Widerstand gegen den IS, sondern stellt einen Freiheitsfunken für den gesamten Mittleren Osten dar(…) Wer irgendwo auf der Welt, wer in Europa, weiß, dass heute mit der Revolution in Rojava im Raum des Mittleren Ostens mit dem „geschlechterbefreitem Paradigma“ eine „Frauenrepublik“ verteidigt wird?(…) Die Revolution in Rojava fordert Kommunen, Kooperativen, Kollektive und eine ökologische Demokratie; und verteidigt ein geschlechterbefreites Paradigma.«

 
 
 
 


Terminmitteilungen bitte an
redaktion@bo-alternativ.de