Sonntag 18.01.15, 19:46 Uhr
Die Schwarze Ruhr-Uni wirft der Ruhr-Uni vor:

“Ruhr-Uni verbietet Lesung”

Die Schwarze Ruhr-Uni schreibt: »Am vergangenen Donnerstag wurde von der Universitätsverwaltung der Ruhr-Universität die Nutzung eines Raumes für eine Veranstaltung der Schwarzen Ruhr-Uni untersagt. In dem Raum sollte am vergangen Donnerstag eine Lesung des Buches “Work” des anarchistischen Kollektives CrimethInc stattfinden. Der Raum war bereits im September 2014 für den 15.01.2015, den Termin der Lesung gebucht worden, die Nutzung wurde aber erst am Montag vor der Veranstaltung von der Univerwaltung untersagt. Bezüglich der Untersagung gab es zwei telefonische Nachrichten. In einer ersten Nachricht, welche auf die Mailbox des Veranstaltungsanmelders gesprochen wurde, wurde die Nutzung des Raumes ohne Angabe von weiteren Gründen untersagt. In einem weiteren telefonischen Anruf wurde das Verbot bekräftigt. Auf die Frage nach einer Begründung wurde ein Politikverbot genannt. Von wem genau dieser Anruf ausging und welche genauen Formulierungen genutzt wurden, ist leider auf Grund der Sprechweise des Anrufers für den Anmelder nicht vollkommen klar. Die obige Darstellung entspricht seiner Wahrnehmung des Gesprächs.
Nach Erhalt der telefonischen Nachrichten versuchte der Anmelder schriftlich (per Email) die Informationen über die Veranstaltung zusammen mit einer Begründung zu erfragen.
Die zentrale Hörsaalvergabe beantwortete seine erste Email nur mit der Information, dass dort keine Veranstaltung statt fände. Jedoch gab es keinerlei Hinweis auf die Anmeldung oder Untersagung. Eine zweite Email seitens des Anmelders mit der Bitte um geordnete und ausführliche Informationen wurde bis heute noch nicht beantwortet.

Der Abend der Veranstaltung
Am Abend der Veranstaltung sah sich der Anmelder gezwungen, die Veranstaltung unter Verweis auf die Untersagung der Raumnutzung seinerseits offiziell abzusagen. Nachdem er dies den wartenden Menschen mitgeteilt hatte beschlossen andere Aktivist*innen der schwarzen Ruhr-Uni und die Menschen vor Ort die Lesung trotzdem und an einem anderen Ort der Universität stattfinden zu lassen.
Das Mitglied des Übersetzer*innen Kollektives des Buches Hanna Poddig, welches als Lesende eingeladen war, äußerte sich wie folgt:
“Das Verbot ist eine eindeutige Form politischer Zensur und als solche nicht hinnehmbar. Die Ruhr-Universität scheint Probleme mit radikalen, herrschaftskritischen Inhalten zu haben.”
Die schwarze Ruhr-Uni sieht dies ähnlich und vermutet ebenfalls einen politischen Hintergrund.
Acht gut besuchte, vorangegangene Veranstaltungen seit Mai 2014 zeigen das Interesse der Menschen an anarchistischen Ideen.
Die schwarze Ruhr-Uni lehnt jede Form der Herrschaft, Ausbeutung und Unterdrückung ab. Ihr Ziel ist ein (herrschafts-) freies Leben für alle Menschen. In einer Zeit in der sich menschenfeindliche Ideen rasant verbreiten ist der Versuch Menschen die Verbreitung der Idee von der notwendigen Freiheit und dem Wert eines jeden Menschen zu untersagen besonders bitter.

Konsequenzen
Die schwarze Ruhr-Uni wird sich von solchen Verboten nicht an ihrer politischen Arbeit hindern lassen.
Der Widerstand am 15.01 hat gezeigt, dass sich die Menschen an der Ruhr-Uni und in Bochum nicht einschüchtern lassen. Auf besagtes und mögliche weitere Verbote wird es eine starke politische Antwort geben. Alle Menschen sind dazu aufgerufen sich an dieser Antwort zu beteiligen. Anarchistische Ideen müssen sich frei verbreiten können und Herrschaft überwunden werden.
Wer Kontakt zur schwarzen Ruhr-Uni aufnehmen will schreibt bitte an: schwarze-ruhr-uni(at)riseup.net Weitere Information zur Untersagung erfragen Sie bitte bei der zentralen Hörsaalvergabe: http://www.uv.ruhr-uni-bochum.de/dezernat2/hoersaalvergabe.htm
Email: Hoersaalvergabe@uv.rub.de
Informationen über die politische Arbeit der schwarzen Ruhr-Uni finden sich auf unserem Blog: http://schwarzerub.blogsport.de/
Dort findet sich ebenfalls eine Broschüre, die sich auch mit dem Thema Repression an der Uni auseinandersetzt: http://schwarzerub.blogsport.de/images/Binder1.pdf .«

 
 
 
 


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