Donnerstag 15.01.15, 18:41 Uhr
Die Schweizer Notenbank schafft den Euro-Mindestkurs ab

Bochum weitere 35 Millionen Euro ärmer

Die Stadt Bochum hat vor fünf Jahren für insgesamt 150 Mio Euro zwei Kredite in der Schweiz aufgenommen. Dies entsprach einem Gegenwert von 220,8 Mio Schweizer Franken, also einem Wechselkurs von ca. 1,47. Der Eurokurs sank drastisch und die Schweizer Notenbank stoppte den Kursverfall bei 1,2o Franken/Euro und sorgte für einen Euro-Mindestkurs bei diesem Limit. Im September 2014 bestätigte die Stadtverwaltung in einer Mitteilung, dass sie bilanziell  “ein Wechselkursverlust in Höhe von rd. 34 Mio. EUR bereits verarbeitet” hat. Durch die heutige Abschaffung des Euro-Mindestkurses pendelt der Kurs jetzt um die Parität (1:1). Der Wechselkursverlust beträgt aktuell also ca. 70 Millionen Euro. Die beiden Kredite laufen am 18. 3. und am 15. 7. 2015 aus. Oberbürgermeisterin Scholz und Kämmerer Busch sind übrigens notorische WiederholungstäterInnen beim Zocken mit öffentlichen Steuermitteln. Sie gehörten 2003 zu den vehementesten BefürworterInnen von Cross-Border-Leasing Geschäften. Ihre KritikerInnen bezeichneten sie in einem Artikel als naiv.

2 LeserInnenbriefe zu "Bochum weitere 35 Millionen Euro ärmer" vorhanden:

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15. Jan. 2015, 21:40 Uhr

LeserInnenbrief von Birger Schnelle:

Wie kommt Ihr auf 70 Millionen Wechselkursverlust?


 

15. Jan. 2015, 22:22 Uhr

LeserInnenbrief von redaktion:

Die Stadt hat einen Kredit in Höhe von 220 Mio Franken aufgenommen und dafür 150 Mio Euro bekommen. (Wechselkurs 1,47) Wenn sie den Kredit jetzt zum Wecheselkurs 1:1 zurückzahlt, muss sie 220 Mio Euro für die 220 Mio Franken zahlen. Sie muss also 70 Millionen mehr zurückbezahlen als sie bekommen hat.


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