Montag 27.10.14, 15:20 Uhr
Die Stadtverwaltung will "Kulturinitiativen existenziell bedrohen"

Neuer Tiefschlag für die freie Kulturszene

Der Bahnhof Langendreer schreibt: »Nach den Diskussionen um die Haushaltssperre in 2014/2015 der letzten Woche haben wir heute mit großem Unverständnis und Empörung festgestellt, dass offenbar bereits weitere Einschnitte bei der Förderung der Freien Kulturszene in Bochum geplant sind. In einer Vorlage zum Kulturausschuss am Mittwoch, den 29.10. werden als Kompensation für die Mehrausgaben der Stadthalle und Freilichtbühne Wattenscheid ab 2016 Einsparungen bei der Förderung der Freien Szene vorgeschlagen: Demnach soll die Kürzung mit 59.185 Euro im Jahr 2016 beginnen und bis 2018 sukzessive auf 131.139 Euro gesteigert werden – dauerhaft bis zum Jahr 2023! Diese neuerlichen Kürzungspläne sind ein weiterer Tiefschlag für die freie Kulturszene.
Sogar die Kulturverwaltung, die diesen Vorschlag unterbreitet hat, formuliert in der maßgeblichen Anlage zur Beschlussvorlage: „Die vorgeschlagene Reduzierung würde zu einer wesentlichen Einschränkung des Kulturangebotes führen und manche Kulturinitiativen existenziell bedrohen.“ Wir fordern: Genau deswegen muss diese Kürzung verhindert werden!
Der Bahnhof Langendreer erwartet von den Mitgliedern des Kulturausschusses, dass sie diesen und weiteren Kürzungen bei der freien Kulturszene eine deutliche Absage erteilen und sich in ihren Fraktionen weiterhin dafür einsetzen, dass in Bochum eine vielfältige Kulturlandschaft erhalten bleibt. Dazu ist ein Ausgleich der inflationsbedingten Verluste der letzten Jahre und eine vertragliche Absicherung notwendig.«

 
 
 
 


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