Mittwoch 08.10.14, 10:57 Uhr
Wettbewerb gegen Diskriminierung im Job sucht:

Azubis mit „gelber Hand“ und Rückgrat

Azubis in Bochum sollen gegen rechte Sprüche oder fremdenfeindliche Anmache am Arbeitsplatz Flagge zeigen und beim gerade gestarteten Wettbewerb „Gelbe Hand – Mach meinen Kumpel nicht an!“ mitmachen. Dazu hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) aufgerufen. Die jungen Beschäftigten könnten so ein klares Zeichen für Toleranz im Job setzen. Die NGG Ruhrgebiet appelliert insbesondere an die Berufsschulen in Bochum, sich zu beteiligen. Vom Film bis zur Foto-Story, vom Plakat bis zur Ausstellung und vom Computerspiel bis zum selbstkomponierten Song: „Es geht um ein kreatives Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus und für ein solidarisches Miteinander“, sagt NGG-Geschäftsführerin Yvonne Sachtje.
Auch Reportagen, Interviews oder ein Kampagnen-Logo seien preisverdächtig. Im Mittelpunkt stehe „die Zivilcourage am Arbeitsplatz“. Yvonne Sachtje hofft auf viele Beiträge von Azubis mit Rückgrat aus Bochum. Beim Wettbewerb „Gelbe Hand“ winken nach Angaben der NGG Ruhrgebiet Preisgelder in Höhe von 1.800 Euro. Darüber hinaus gebe es drei Sonderpreise – unter anderem von der DGB-Jugend NRW (500 Euro). Einsendeschluss ist der 16. Januar 2015. Alles rund um den Wettbewerb: www.gelbehand.de.
Als gelungene Beispiele für Integration und Toleranz am Arbeitsplatz nennt Yvonne Sachtje die Ernährungsindustrie und das Gastgewerbe: „Hier arbeiten Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft Hand in Hand miteinander.“ Den Betriebsräten und Azubi-Vertretungen komme dabei eine wichtige Funktion zu: Sie seien „die Integrationsstellen im Arbeitsalltag“.

 
 
 
 


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