Donnerstag 11.09.14, 20:46 Uhr
Ausstellung im Ottilie-Schoenewald-Weiterbildungskolleg

Die Opfer des NSU
und die Aufarbeitung der Verbrechen

Am Montag, den 15.9. wird um 10.00 im Foyer des Ottilie-Schoenewald-Weiterbildungskollegs eine Ausstellung eröffnet mit dem Titel: „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“. In den Jahren 200 bis 2007 wurden in Deutschland mindestens zehn Menschen durch Neonazis des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) ermordet. 2001 und 2004 kam es in Köln zu Bombenanschlägen, die sich ebenfalls gegen Migrantinnen und Migranten richteten. Mehr als 20 Menschen wurden teilweise lebensbedrohlich verletzt. Die Gruppe um den „NSU“ raubte außerdem Banken aus, um dadurch die rassistischen Aktionen und das Leben im Untergrund zu finanzieren. Erst im November 2011 wurde bekannt, dass Neonazis um den „NSU“ diese Verbrechen begangen haben. Die Angehörigen erfuhren damit endlich, durch wen ihre Familienmitglieder umgebracht oder verletzt worden sind. Die Untersuchungen der staatlichen Organe liefen von Anfang an in die falsche Richtung. Die Opfer wurden als Täter verdächtigt, es wurde unterstellt, sie seien in kriminelle und z.B. Drogengeschäfte verwickelt.
Heute wissen wir, es war ganz anders. Warum die Mitglieder des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ nie gefasst wurden, dafür tragen die Polizei, der Verfassungsschutz die LKA`s und das BKA eine direkte Mitverantwortung. Der Untersuchungsausschuss des Bundestags und der Untersuchungsausschuss des Landes Thüringen haben in ihren Berichten dafür eindeutige Belege dokumentiert.
Die Ausstellung  kann im Ottilie-Schoenewald-Weiterbildungskolleg, Wittener Str. 61 bis zum 26.9.2014 in der Zeit von 8.00 bis 20.00 besichtigt werden.
Eröffnet wird die Ausstellung am 15.9. durch Uli Borchers (Bochumer „Bündnis gegen Rechts“), Dr. Heinrich Brinkmöller-Becker (Schulleitung „OSK“) und Birgit Maier vom Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V. in Nürnberg, die als Initiatorin der Ausstellung eine Führung anbietet.

 
 
 
 


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